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WZ-Newsline Umfrage

Finden Sie es richtig, dass der Staat für die angeschlagene Hypo Real Estate bürgt?

86,9%

Nein, es darf nicht sein, dass die Fehler der Finanzbosse mit Steuergeldern ausgebügelt werden.

13,1%

Ja, denn eine Pleite des Kreditinstituts würde die deutsche Wirtschaft in die Krise stürzen.

Stimmen Total: 647


 Umfragen-Übersicht
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  Christian Müller, Düsseldorf 02.10.2008 17:00
Alle zahlen-zahlen-zahlen! Wohlgemerkt, alle Steuerzahler! Auch die Kassiererin im Supermarkt. Und die alleinerziehende Berufstätige. Der Mittelständler und der Angestellte mit Familie. Alle sollen nach dem Willen der Regierung bürgen für das Chaos, das einige schon lange nicht mehr verantwortlich denkende Kamikaze-Kapitalisten in den Banken verursacht haben. Ein weiteres Umdenken der Politik? Findet nicht statt. Nicht in Brüssel, wo man weiter meint, die Fesseln, die man der Wirtschaft auferlegen müsse, sollten nicht allzuschwer wiegen. Nicht in Berlin, wo man – anders als in Washington – nicht einmal einen Gedanken an eine Beteiligung des Bürgschaftgebers Staat an der taumelnden Hypo Real Estate verschwendet hat! Nicht in Düsseldorf, wo die CDU-Landesregierung immer noch Axt anlegen will an ein stabiles System von Sparkassen! Fragt sich wirklich noch ernsthaft einer dieser Politiker in Brüssel, Berlin, Düsseldorf oder anderswo, warum die Bürger politikverdrossen sind, wenn solche Schnelldenker an den Schalthebeln der Macht sitzen, die den Knall aus New York immer noch nicht gehört haben?
 

  Stefan Schmidt, Düsseldorf 02.10.2008 16:40
Jahrelang hat man staunen müssen, woher die Gewinne in unglaublichen Größenordnungen herkamen, über die sich Banker und Börsianer freuten. Jetzt darf man staunen über die Größenordnungen der Löcher, die sich allenthalben bei ihren geschäftlichen Luftlöchern auftun. Und man darf staunen, dass jetzt wieder einmal diejenigen, über deren Einfallslosigkeit, Einfachheit und vor allem geringes Einkommen die Banker und Börsianer in den Boomjahren nur müde-arrogant gelächelt haben, also die Angestellten und die Arbeiter, einfache Freiberufler und mittelständischen Handwerksunternehmen, dass die jetzt alle für die Hazardeure und unverantwortlichen Börsen-Zocker die Milliarden-Suppe auslöffeln dürfen. Um noch größeren Schaden von unseren Ländern abzuwenden! Und was passiert mit unseren Casino-Kapitalisten? Die Armen müssen jetzt in ihren Villen oder Feriendomizilen, ihren Landsitzen oder ihren Jachten einer ungewissen, schwarzen Zukunft entgegenzittern, müssen sich die bange Frage stellen, ob ihr Millionenvermögen wohl noch ein paar Jährchen reichen wird. Wann sahen die Zeiten eigentlich einmal staunenswerter aus? Wie hieß noch der kluge Kopf, der einmal sagte, es sei ein Verbrechen, eine Bank auszurauben, aber ein größeres Verbrechen sei es, eine Bank zu eröffnen? Stimmt: An einen Raubzug mit einem Schaden von 700 Mrd. US-Dollar und weiteren 300 Mrd. Euro kann ich mich nicht erinnern. Der Gedanke sollte nicht mehr tabu sein, Banken zu verstaatlichen und die Rädelsführer eines ungebremsten Raubtier-Kapitalismus zur Verantwortung zu ziehen.
 

  Harald Huberrrr, Wuppertal 02.10.2008 15:01
Solange derr Staat nur eingleisig fährt indem er die Bürgschaft, und mehr ist es eigentlich auch nicht, für die angschlagene HRE übernimmt und es unterlässt ordentliche Rahmenbedingungen für einen Neustart zuschaffen, wird es früher oder später wieder in einem Desaster enden. Erst wenn es den verantwortlichen Politikern einleuchtet, dass das Finanzsystem nicht durch einen Fehler im System sondern durch ein System das der Fehler ist in die momentane Lage gekommen ist, erst dann wird es ein absehbares Ende der Krise geben.
 

  Horst Großewiese, 42275 Wuppertal 01.10.2008 17:06
Da der Staat der Bank hilft,wird ja auch dem kleinen Mann auf der Sraße geholfen.Denn die Inflation ist dadurch abgewendet.Aber die Bosse der Bank müssen auf jeden fall,die Konsequenzen ziehen,und den Hut nehmen.Auch eine richtige bestrafung wäre zu bedenken.
 

  Marion Freytag, Kempen 01.10.2008 12:44
Der Verstand sagt, daß der Staat eingreifen muß um noch Schlimmeres zu verhindern. Das Gefühl sagt aber etwas ganz anderes; denn den gierigen Bankern wird wie auch bisher nichts passieren. Davon, daß sie ein Unrecht empfinden kann ich ebenfalls nicht feststellen.
 
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