Mettmann. An einem Montagmorgen kommen die Kinder in die Schule, und ihr Klassenraum ist frisch angestrichen.
Eines Tages klingelt es bei der alten Dame nebenan, und ein Nachbar bietet ihr an, Einkäufe für sie zu erledigen.
Der Herr im Krankenhaus ist schon seit Wochen nicht mehr besucht worden, bis sich jemand Wildfremdes erbarmte, dem Mann die Zeit wenigstens ein bisschen zu vertreiben.
All dies sind Geschichten von gewöhnlichen Menschen, die eigentlich ganz Normales tun und damit außergewöhnlich werden. Es sind Geschichten von Ehrenamtlern, von „Helden des Alltags“. Und sie könnten auch vom Platzwart des Fußballklubs handelt, der bei Wind und Wetter die Kreidelinien zieht. Sie könnten sich um Tierfreunde und Naturschützer drehen. Allen, die öffentlich und doch im Verborgenen so vieles leisten, gilt der Preis, den die Westdeutsche Zeitung mit der RWE Rheinland Westfalen NetzAG in diesem Jahr zum ersten Mal ausschreibt.
Der Ehrenamtspreis ist mit 6250 Euro dotiert. Er ist jenen gewidmet, die den Alltag besser machen, die das Miteinander beleben und die jene in die Mitte holen, die am Rand stehen.
Und so kommen die Helden zu ihrer Ankerkennung: Entweder melden sich die in der WZ-Redaktion, denen immer wieder unkompliziert, unbürokratisch und unentgeltlich geholfen wird. Oder die Ehrenamtler melden sich selbst, weil sie, wie die WZ und die RWE Rheinland Westfalen Netz AG, davon überzeugt sind, dass sie längst eine finanzielle Anerkennung verdient hätten.
Unter allen Einsendungen oder Vorschlägen, die die Redaktion bis 30. November erreichen, wählt eine Jury, der auch Wülfraths neue Bürgermeisterin Claudia Panke und Landrat Thomas Hendele angehören, zehn Kandidaten aus. Sie werden bis Mitte Dezember in der WZ in Kurzporträts vorgestellt. Danach haben die Leser das Wort. Die Preisträger werden am 18. Dezember im Niederbergischen Museum in Wülfrath gekürt.
Für den „Helden des Alltags“ 2009 gibt es 2000 Euro Weihnachtsgeld. Der Zweitplatzierte darf sich über 1500 Euro freuen, und der Dritte wird mit 1000Euro belohnt. Die sieben anderen Nominierten erhalten jeweils 250 Euro. Mitmachen lohnt sich also. Und es ist eine schöne Gelegenheit, auf besondere Weise Danke zu sagen.
Bewerbungen oder Vorschläge bis Montag, 30. November, an Westdeutsche Zeitung, Lothar Leuschen, Otto-Hausmann-Ring 185, 42115 Wuppertal, oder per Mail an: lothar.leuschen[at]westdeutsche-zeitung.de



