Krefeld. Eigentlich sollte das Jahr 2010 für das Großprojekt Rheinblick zu einem entscheidenden werden. Doch auch das achte Jahr nach der Vorstellung der ersten Pläne droht zu einem verlorenen zu werden. Heinrich Yoksulian, dem die Howinol-Hallen im nördlichen Bereich des Areals gehören, hat vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf erwirkt, dass seine Klage gegen den Bebauungsplan angenommen wird.
„Es wird im Frühjahr einen Vor-Ort-Termin aller Beteiligten mit Gerichtsvertretern geben, das Verfahren dürfte im Sommer über die Bühne gehen“, erklärt Yoksulian auf WZ-Anfrage. Seine Anwälte haben ihm sehr gute Chancen eingeräumt, das Verfahren zu gewinnen. Gleich mehrere Verfahrensfehler habe die Stadt begangen. Welche das sind, will Yoksulian aus taktischen Gründen nicht sagen.
Der Hallenbesitzer kritisiert, dass die Verwertungsmöglichkeiten für seine Flächen durch den Bebauungsplan 611/I (östlich Hohenbudberger Straße) gleich null sind. Vorgesehen sind auf seinem Gebiet sechs großkronige Bäume. „Weil sich Bayer den alten Verschubbahnhof gesichert hat und die Flächen offensichtlich nicht für Parkplätze hergeben will, möchte man erzwingen, dass auf meinem Grundstück Stellplätze errichtet werden“, vermutet Yoksulian. Das sei für ihn unakzeptabel. Wohnen ist in seinen Hallen zwar nicht möglich, weil sie zu nah am Chemiepark liegen, aber zumindest Innengastronomie und Gewerbe. „Sollte der B-Plan gekippt werden, wären wir beim Stand von vor zehn Jahren“, weiß der Eigentümer. Auch Dujardin könnte dadurch hinfällig werden.




