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LokalesWuppertalAktuelles
28. Mai 2010 - 19:29 Uhr
Jetzt passt auch das Haus zur Station Natur und Umwelt
von Sandra Sirrenberg
Mit dem Neubau an der Jägerhofstraße wird in Wuppertal eine lang gehegte Vision verwirklicht.
 
 

Wuppertal. 15 Jahre nach Geburt der Vision eines Neubaus der Station Natur und Umwelt wurde sie heute Wirklichkeit. Das neue Gebäude bietet mit drei Seminarräumen, einer Lehrküche und einem Werkraum auf rund 800 Quadratmetern nicht nur mehr Platz, sondern folgt in Konzeption und Bau auch den ökologischen Leitlinien der Arbeit in der Station.

Natur erfassen – Natur zum Anfassen: Nach diesem Prinzip findet dort seit mittlerweile 26 Jahren Umweltbildung für jedermann statt. Mit dem neuen Massivholzbau reiht sich nun auch die Unterbringung in dieses Prinzip ein.

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„Es war uns von Anfang an eines der wichtigsten Anliegen, dass das Gebäude auf dem höchsten verfügbaren Entwicklungsstand ökologischer Bautechnologie verwirklicht wird“, erklärt Peter L. Engelmann, Vorsitzender des Fördervereins. Deshalb wurde vor 15 Jahren an der Bergischen Universität ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Das Modell der damals kurz vor ihrem Diplom stehenden Wuppertaler Architekten Anja Schacht und Matthias Kaufmann wurde prämiert. Nach langer Planungsphase betrug die tatsächliche Bauzeit dann nur gut ein Jahr. 

Engelmann: „Ohne die anfängliche Großspende von EDE wäre die Verwirklichung unserer Vision nicht möglich gewesen.“ Außerdem sei sie die Initialzündung für die vielen weiteren Spenden großer Wuppertaler Unternehmen und Einzelpersonen gewesen. 

 Die Station Natur und Umwelt ist mittlerweile die größte ihrer Art im Bergischen Land. Eine viertel Million Besucher und 100.000 Schüler  lernten in Veranstaltungen wie „Familien forschen“, „Lebensraum Wald und Boden“ oder „Kräuterwerkstatt“ die Natur hautnah kennen. „Wuppertal lebt, es stirbt nicht, hier werden Visionen verwirklicht“, so Architektin Schacht.

Der Neubau kostet zwei Millionen Euro. Eine Million spendet das Unternehmen EDE (Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler), 700 000 Euro als Fördergelder kommen von der Stadt und die restlichen 300 000 brachte der Förderverein ein.
Von bisher 350 Quadratmetern am alten Standort steigt das Platzangebot auf 814 Quadratmeter.
Aufgrund der konsequenten Verwendung von Naturbaustoffen und der Nutzung von Wind, Wasser, Sonne und Boden darf das Gebäude als Wegweiser für eine nachhaltige Architektur gelten.

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