Mit drei Zylindern und 60 PS gibt es die automobile Grundversorgung.

Der Seat Mii hat die gleiche technische Basis wie der VW Up und der Skoda Citigo.
Der Seat Mii hat die gleiche technische Basis wie der VW Up und der Skoda Citigo.

Der Seat Mii hat die gleiche technische Basis wie der VW Up und der Skoda Citigo.

dpa

Der Seat Mii hat die gleiche technische Basis wie der VW Up und der Skoda Citigo.

Düsseldorf. Der 3,58 Meter lange Seat Mii ist ein Minimalist. Alles drin, alles dran, was der automobilen Grundversorgung dient, mehr aber auch nicht - aber so wenig ist das gar nicht.

Ganze drei Zylinder produzieren im Wagen 60 PS. Den gefahrenen Mii hat Seat durch einige konstruktive Finessen auf besondere Sparsamkeit getrimmt und nennt ihn deshalb „Ecomotive“. Zudem ist der Kleine natürlich ein Leichtgewicht. Er bringt ganze 940 Kilogramm auf die Waage - und bleibt unter der magischen 10 000-Euro-Marke. 9 500 Euro kostet die 60 PS-Sparversion, ab 8 890 Euro lockt er aber bereits die Kundschaft.

Strengt man sich an, lässt sich der Mii mit etwa 4,5 Liter Super auf 100 Kilometer fahren. Achtet man nicht permanent auf seine Fahrweise, werden es knapp über fünf Liter. Der spürbarste Sparmechanismus ist die Start- Stopp-Automatik, die bei jedem Halt die drei Zylinder zuverlässig still legt. Der Mini-Motor dreht überraschend zügig hoch, so wie es eben mit 95 Nm Drehmoment geht. Niemand wird einen Sprinter erwarten, aber mangels fehlender Spurtkraft kam das Wägelchen im Test nie in Bedrängnis, wenn man entsprechend vorausschauend fährt. Gut hochgedrehte Drehzahlen sichern einen Hauch Spritzigkeit, das geht für 60 PS total in Ordnung. Die fünf Gänge rasten gut ein, allenfalls der Rückwärtsgang hakt gelegentlich.

In Sachen Sicherheit ist alles an Bord, was Zutrauen zu so wenig Blech wachsen lässt. Airbags vorn, an der Seite für den Kopf. Es gibt ein elektronisches Stabilitätsprogramm, ABS natürlich. Gegen Aufpreis gibt es sogar eine Notbremsfunktion, die bis 30 km/h den Wagen bei Auffahrgefahr automatisch stoppt. Für den geringen Radstand hat der Wagen eine passable Straßenlage. Verunsicherung kommt auch bei hohem Tempo nicht auf.

Der Mii garantiert vorn bequemen Einstieg. Die Hinterbänkler fädeln sich für Kleinstwagenverhältnisse ausreichend entspannt ein, weil der Vordersitz nach vorn rollt. Leider nimmt er aber beim Zurücksetzen nicht seine ursprüngliche Position ein, muss immer neu per Hand eingestellt werden.

Drei-Zylinder-Benzinmotor, ein Liter Hubraum, 60 PS, Spitze 160 km/h

Im Test um die 4,5 Liter auf 100 Kilometer

ab 8.890 Euro

Das Platzangebot innen ist erfreulich groß, eng sieht anders aus, auch die Ablagemöglichkeiten in den Seitentüren und der kleinen Mittelkonsole sind praxisgerecht. Hinten ist gut Platz, sowohl links und rechts wie auch Richtung Dach. Da die Sitzbank ausreichend breit und tief ist, so eignen sich die Fondsplätze auch mal für die längere Tour. Die Rundumsicht durch große Fenster ist sehr gut. Da die Frontscheibe weit nach vorn gezogen wurde, verbessert das zusätzlich das gute Raumgefühl im Mii.

Die Inneneinrichtung wirkt angenehm modern, frisch. Sehr viel Plastik, klar, aber in einer Weise, dass man sich damit anfreunden kann, das passt zum Wagentyp. Der Testwagen war innen wie außen weiß, fast schon elegant. Sehr gut ablesbar der riesige Tacho, schlecht erkennbar im Dunklen alle rot unterleuchteten Elemente.

Schick gemacht das extra für den Wagen entwickelte Multifunktionsgerät, über das u. a. Navi und Radio und andere Medien per Fünf-Zoll Touchscreen bedient werden können, was sich ohne lange Gebrauchsanweisung erschließt. Es hat Bluetooth- Funktion und kann SDCards aufnehmen. Dafür lohnen 350 Euro Aufpreis. Zudem ist das Gerät sehr schön geformt, fein gezeichnet die Grafik auf dem Schirm, das erinnert ein wenig ans iPad, da vergisst man fast, dass man in einem Minimalisten fährt.

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