Am Samstag blickt Moderator Frank Plasberg zurück auf das zu Ende gehende Jahr – für das neue hat er pfundige Pläne.

Jörg Carstensen

Berlin. Das Jahr geht, Frank Plasberg kommt: Am Samstag läuft „2012 – Das Quiz“ (20.15 Uhr, ARD), ein dreistündiger Mix aus Spielen und Rateelementen mit prominenten Kandidaten. Schon zum fünften Mal präsentiert der 55-jährige Polittalker seine launige Rückblickshow, mit der er beim Publikum immer wieder punkten kann. Diesmal wollen Günther Jauch, Jan Josef Liefers, Armin Rohde und Verona Pooth zeigen, wie gut sie 2012 aufgepasst haben.

Herr Plasberg, zum fünften Mal moderieren Sie „Das Quiz“. War 2012 denn jubiläumswürdig?

Frank Plasberg: 2012 war absolut ein jubiläumswürdiges Jahr. Was haben wir alles erlebt! Das Rücktrittsdrama um Wulff, die Wahl von Gauck, der im zweiten Anlauf doch noch Bundespräsident wurde, eine Sturzgeburt bei der Kandidatenkür der SPD, Balotellis Treffer bei der Fußball-EM, der verschossene Schweinsteiger-Elfmeter im Champions-League-Finale – großes Drama. Ich selber habe meine Hochzeit erlebt. Es war ein tolles Jahr, privat wie beruflich.

Und wer oder was hat Sie am stärksten beeindruckt?

Plasberg: Im Privaten meine Frau. Sie hat ein Buch geschrieben, einen Familienroman, dessen Entstehungsprozess ich miterlebt habe. Ich bin total beeindruckt und ganz besonders stolz auf sie.

Frank Plasberg wurde am 18. Mai 1957 in Remscheid geboren. Bereits als Schüler schrieb er für Tageszeitungen. Er hat drei Kinder und ist seit August mit der Fernseh-Moderatorin Anne Gesthuysen verheiratet,

 

Ihre größte Enttäuschung?

Plasberg: Dass es am Ende nicht für die 89,99 Kilo gereicht hat, mein Gewicht liegt leider immer über der magischen Grenze.

Und beruflich? Die Baumarkt-Ausgabe von „Hart aber fair“, für die Sie viel Kritik geerntet haben?

Plasberg: Okay, dann reden wir jetzt über eine von 36 „Hart aber fair“-Sendungen des Jahres. Der Montag ist ein sehr schwieriger Sendeplatz, gegen uns laufen Unterhaltungs-Highlights wie der ZDF-Fernsehfilm, „Wer wird Millionär?“ und „Bauer sucht Frau“. Das politische Knaller-Thema ist entweder am Tag davor gelaufen oder noch nicht da. Deshalb haben wir ein bisschen herumprobiert. Dass man das tut, wenn man auf einen neuen Sendeplatz verschoben wird, gehört ein- fach zum Handwerk. Dazu gehörte auch der Versuch, einen Serviceschwerpunkt zu bieten. Das hat mit der Baumarktsendung nicht funktioniert, das war zu weit weg vom Markenkern von „Hart aber fair“. Wir haben unsere Schlüsse daraus gezogen und machen längst überwiegend wieder das, was man von „Hart aber fair“ erwartet: eine politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Und siehe da, die Zuschauer suchen und finden uns auch am Montag.

Welche ARD-Talkshow wird es Ende 2013 nicht mehr geben?

Plasberg: Wissen Sie: Ich bin ein Mitglied dieser Talkshowfamilie, und in einer guten Familie sollte man nicht übereinander reden. Und ich habe wirklich keine Ahnung, ob es letztlich überhaupt eine weniger geben wird. Die meisten laufen außerordentlich gut – übrigens auch die im ZDF.

Aber Sie gehen schon davon aus, dass es Ihre eigene Talkshow noch geben wird?

Plasberg: „Hart aber fair“ musste immer wieder kämpfen, aber es hat immer wieder geklappt. Wir hatten uns den Sendeplatz am Mittwoch um 21.45 Uhr erobert und waren dort gemessen an Quote und Inhalt sehr erfolgreich. Und auch am Montag haben wir den Quotenerfolg wiederholt, sind nach der Experimentier-Phase jetzt wieder beim Markenkern angekommen und stellen fest, dass das funktioniert. Wir sind die ARD-Talkshow mit der zweitgrößten absoluten Zuschauerzahl.

Was sind Ihre guten Vorsätze?

Plasberg: Mein Vorsatz für 2013 ist es, die Talkshow-Hysterie der Medienjournalisten weiterhin vom Zuspruch der Zuschauer unterscheiden zu können. Und dass ich es schaffe, endlich die 90-Kilo-Marke zu unterschreiten (lacht).

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