Bis zum 6. Mai noch ist die Ausstellung „State of the Art Photography“ im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft zu sehen. Sie präsentiert Werke von insgesamt 40 Fotografen, die nach Einschätzung der Ausstellungsmacher die Diskussionen der kommenden Jahre bestimmen und beeinflussen werden. Denn die Zukunft läge nicht in der reinen Fotografie, so Andreas Gursky, „sondern in der freien Kunst“. Er wurde mit anderen ausgewählt, die Fotografen vorzuschlagen und auszuwählen, die dem Anspruch nach „State of the Art“-Fotografie im zweiten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende gerecht werden können.

Herausgekommen ist dabei eine Ausstellung, die verschiedene, auch stellenweise klassische Einflüsse in der Fotografie der Moderne nachweist. Etwa das Landschaftsbild oder das Portrait. Dabei werden die Grenzen der klassischen Fotografie stellenweise bewusst durchbrochen, etwa im Werk des Künstlers Alex Grein, der Landschaftsbilder erstellt, die wie Gemälde des Malers Caspar David Friedrichs wirken, jedoch nicht aus einem Stück bestehen. Die Künstlerin setzt ihre Landschaften aus zahlreichen Bildfragmenten von Satelitenbildern zusammen, die sie im Internet über den Dienst Google Earth gefunden hat.

Andere Künstler in der Ausstellung präsentieren Werke, die eher einen wissenschaftlichen Ansatz zu verfolgen scheinen, Biografien von Jugendlichen werden präsentiert, brain imaging, Spurensuche nach dem Faktor Mensch in der heutigen Zeit. Der dokumentarische Wert dieser Aufnahmen steht auf gleicher Höhe wie deren ästhetische Wirkung auf den Betrachter. Auffällig ist bei vielen Werken und Künstlern, dass diese sich der technischen Möglichkeiten der Bild- und Fotobearbeitung am PC bedienen und sie auf unterschiedliche Art und Weise auf ihre Bilder anwenden. Mal dezent, dann wieder so stark verfremdend wirken, dass das ursprüngliche Foto in den Hintergrund tritt und wie im Werk von Alex Grein zu einem größeren Neuen verschmilzt.

Die Ausstellung ist Dienstags bis Sonntags von 11 bis 20 Uhr zu besuchen, Freitags stehen die Türen des NRW-Forum Kultur und Wirtschaft am Ehrenhof von 11 Uhr bis Mitternacht offen.

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