Ein ganzes Feld aus hellgelb leuchtenden Haselnusspollen im Museum. Foto: Christina Horsten
Ein ganzes Feld aus hellgelb leuchtenden Haselnusspollen im Museum. Foto: Christina Horsten

Ein ganzes Feld aus hellgelb leuchtenden Haselnusspollen im Museum. Foto: Christina Horsten

dpa

Ein ganzes Feld aus hellgelb leuchtenden Haselnusspollen im Museum. Foto: Christina Horsten

New York (dpa) - Ein ganzes Feld aus hellgelb leuchtenden Haselnusspollen hat der schwäbische Künstler Wolfgang Laib im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) installiert. Das speziell für das MoMA entworfene bislang größte Pollen-Werk des 62-jährigen Konzeptkünstlers wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt.

«Es ist wunderschön: Intensiv und ruhig zur gleichen Zeit», sagte MoMA-Kuratorin Ann Temkin. Die Pollen hat Laib in den vergangenen 20 Jahren in den Wiesen und Wäldern seiner schwäbischen Heimat gesammelt und dann zunächst in Gläsern aufbewahrt. Vier bis sechs Wochen pro Jahr sammle er, sagte Laib, der auch sonst nur mit natürlichen Materialien wie Bienenwachs, Reis oder Milch arbeitet.

«Dass dieses Werk jetzt hier in diesem Museum, mitten in dieser Stadt, so eine Kraft haben kann und so vielen Menschen so viel geben kann, das ist wirklich unglaublich schön», sagte Laib der Nachrichtenagentur dpa. Das etwa fünf mal sechs Meter große Pollen-Feld ist allerdings wartungsintensiv: Mitarbeiter des MoMA müssen es täglich bis zum 11. März mit speziellen Pinzetten reinigen, sagte Kuratorin Temkin. Für Allergiker sei die Installation dagegen völlig ungefährlich. «Anscheinend, weil die Pollen nicht konzentriert und schon länger aufbewahrt worden sind. Sie riechen auch nicht mehr. Er macht das seit Jahrzehnten und noch nie hat jemand bei einer Ausstellung geniest», betonte Temkin.

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