Die Kölner Deutsch-Popper Klee präsentierten ihr Album „Zwischen Himmel und Erde“.

Die deutschsprachige Kölner Popband Klee konnte im Düsseldorfer Zakk trotz schlechten Sounds ihre Fans überzeugen.
Die deutschsprachige Kölner Popband Klee konnte im Düsseldorfer Zakk trotz schlechten Sounds ihre Fans überzeugen.

Die deutschsprachige Kölner Popband Klee konnte im Düsseldorfer Zakk trotz schlechten Sounds ihre Fans überzeugen.

Klee

Die deutschsprachige Kölner Popband Klee konnte im Düsseldorfer Zakk trotz schlechten Sounds ihre Fans überzeugen.

Düsseldorf. Wen interessiert es schon, welche Gefühle die blonde Suzie Kerstgens und ihre vier Jungs von Klee umtreiben, wenn die Liebe ihnen mal wieder den Rücken gekehrt hat, wenn "Herzflimmern, Flausen und Fluchten" ihr Denken beherrschen? Offensichtlich etliche Freunde deutscher Elektropopmusik, die sich im Zakk einfanden, um Klee bei ihren Plaudereien und Gesängen über Sehnsucht, Fernweh, Verlust und Schmerz zu lauschen.

Dass es bei vielen Songs der Gruppe auch immer um "ein Stück Selbstfindung im Spiegel des anderen" geht, macht scheinbar den Reiz der von Kerstgens ins Mikrofon gehauchten Stücke aus. Einige der klugen Texte stammen aus der Feder des erfahrenen Songschreibers Tom Liwa, mit dem sie, noch etwas quietschig, gleich zu Beginn ein Duett anstimmte, weil "Tom die Worte findet, die mir noch so oft fehlen", wie sie kichernd bekennt.

Mit den zwölf Songs ihres neuen Albums "Zwischen Himmel und Erde" beweisen die fünf Klee-Blätter, die sich nicht von einer Sommerwiese, sondern von den Gemälden des Künstlers Paul Klee zu ihrem Namen inspirieren ließen, dass sie Kenner und Fans des Britpops und obendrein unverbesserliche Romantiker sind.

Ärgerlich, dass es den Tontechnikern im Zakk in den ersten zwei Dritteln des Konzertes misslang, die sowieso dünne Stimme der Frontfrau so auszusteuern, dass man den Texten hätte folgen können. So bekam das dennoch begeisterte Publikum vor allem eine Hörprobe von den Fähigkeiten des Schlagzeugers Daniel Klingen und des Bassisten Stefan "Pele" Götzer. Schade eigentlich, denn die pathetisch-gefühlsduseligen und teils nachdenklichen Texte sind es, die Klee von anderen deutschsprachigen Bands abheben.

Suzie machte ihre kaum hörbare Stimme jedoch mit viel Körpereinsatz (Bier aufs Dekollete) wieder wett, so dass die Fans sich dennoch einig waren, dass es ein "supi Konzert mit ’ner total durchgeflippten Sängerin" war.
 

Die Deutschpopper Klee

Bundesvision Song Contest Bei dem von Stefan Raab initiierten Wettbewerb im Februar 2005 traten Klee mit "Gold" für das Saarland an und kamen auf Platz 10.

Single "Gold" ist der bisher größte Hit von Klee. Sie erreichte Platz 54 der Top 100 und war insgesamt neun Wochen platziert. Mit ihrem am 4. August 2006 erschienenen dritten Album "Zwischen Himmel und Erde" schafften es Klee von 0 auf Platz 17 der Albumcharts.

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