Die Musiker haben keinen Streit, aber Lust auf Neues.

Peter Plate und AnNa R. „lassen für den Moment los“.   Archiv
Peter Plate und AnNa R. „lassen für den Moment los“. Archiv

Peter Plate und AnNa R. „lassen für den Moment los“. Archiv

dpa

Peter Plate und AnNa R. „lassen für den Moment los“. Archiv

Berlin. Nach 20 Jahren wollen sie „neue Abenteuer“: Rosenstolz gehen vorerst getrennte Wege. Schon länger war es still geworden um das Duo AnNa R. (42, Andrea Natalie Neuenhofen, geb. Rosenbaum) und Peter Plate (45). Erst 2011 hatte sich Rosenstolz mit einem Comeback-Album nach Plates erschöpfungsbedingter Pause zurückgemeldet. „Wir sind am Leben“, hieß es. Im Februar kündigten sie eine neue „kreative Pause“ an und kamen auch nicht zur Echo-Verleihung im März. Jetzt erscheint auf ihrer Homepage die Nachricht: „Wir lassen für den Moment los.“

Der Abschied in die Auszeit ist emotionsgeladen formuliert

Angefangen hat das Duo 1991 mit Proben in Plates Küche und einem Konzert vor 30 Leuten in einer Berliner Galerie. Erst waren sie mit Mondänpop Lieblinge der Subkultur, später eroberten sie den Massenmarkt, gewannen Echos, Gold und Platin. Pop-Hymnen wie „Gib mir Sonne“ und „Ich bin ich“ prägten den Sound der Nuller Jahre.

Der Abschied in die Auszeit klingt typisch Rosenstolz, überbordend vor Gefühl: „Wenn man 20 Jahre so intensiv gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen ist, kann es sein, dass irgendwann der Wunsch nach neuen Abenteuern immer lauter wird“, erklären sie. „Wir haben viel miteinander geredet, gelacht und geweint, und wir haben festgestellt, dass uns so viel verbindet und wir zusammen so viel erlebt und erreicht haben, dass es jetzt der schönste Moment ist, einander Raum zu geben. Raum, diese Abenteuer einmal getrennt voneinander zu erleben.“ Die Fans trauern auf der Facebook-Seite der Band: „Das können die doch nicht machen :-(“.

Aus dem Umfeld des Duos war am Donnerstag zu hören, dass sich die Musiker tatsächlich nicht zerstritten haben, sondern einfach eine Veränderung wollen. Es sei keine Auflösung und eine spätere Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. In der Versenkung verschwinden wird die Band wohl nicht: „Natürlich sind wir nicht weg – ihr werdet von uns hören, laut oder leise, hier oder da, denn ohne Musik geht es bei uns doch gar nicht!“ Der Rosenstolz-Brief endet mit dem Titel ihres größten Hits: „Liebe ist alles!“

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