San Francisco (dpa) - Apple-Chef Tim Cook soll in einem Verfahren wegen des 2010 aufgebenen Abwerbe-Stopps zwischen großen IT-Konzernen befragt werden. Das entschied die zuständige Richterin Lucy Koh bei einer Anhörung am Donnerstag, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete.
Auch Intel-Chef Paul Otellini und Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt sollen demnach in den kommenden Wochen Fragen von Anwälten beantworten. Mehrere amerikanische IT-Unternehmen wie Apple, Google, der Chiphersteller Intel sowie das Animationsstudio Pixar, der Software-Hersteller Adobe und der Web-Dienstleister Intuit hatten seit 2005 untereinander vereinbart, nicht aktiv Mitarbeiter abzuwerben. Die Absprachen wurden 2010 nach Ermittlungen der US-Wettbewerbshüter aufgegeben. Jetzt geht es um eine Klage im Namen von Mitarbeitern, die sich dadurch in ihren Karriere-Aussichten benachteiligt fühlten.
Richterin Koh argumentierte Bloomberg zufolge, Apple-Gründer Steve Jobs habe Kopien einiger E-Mails zugeschickt bekommen und es sei schwer vorstellbar, dass Cook als damalige Nummer zwei nichts von den Absprachen gewusst habe.
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