Was sich früher in der Abgeschiedenheit der Dunkelkammer abspielte, macht man heute am Rechner.

Die Drittel-Regel funktioniert am besten, wenn man sie direkt bei der Aufnahme einsetzt: Den Ausschnitt gedanklich durch zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in gleich große Rechtecke aufteilen. Das Hauptmotiv sollte sich auf einer der Schnittstellen der Linien befinden.
Die Drittel-Regel funktioniert am besten, wenn man sie direkt bei der Aufnahme einsetzt: Den Ausschnitt gedanklich durch zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in gleich große Rechtecke aufteilen. Das Hauptmotiv sollte sich auf einer der Schnittstellen der Linien befinden.

Die Drittel-Regel funktioniert am besten, wenn man sie direkt bei der Aufnahme einsetzt: Den Ausschnitt gedanklich durch zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in gleich große Rechtecke aufteilen. Das Hauptmotiv sollte sich auf einer der Schnittstellen der Linien befinden.

Jürgen Mohr-Schumann

Die Drittel-Regel funktioniert am besten, wenn man sie direkt bei der Aufnahme einsetzt: Den Ausschnitt gedanklich durch zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in gleich große Rechtecke aufteilen. Das Hauptmotiv sollte sich auf einer der Schnittstellen der Linien befinden.

Düsseldorf. Was macht eigentlich ein gutes Foto aus? Am Grundgedanken hat sich seit der Zeit der ersten Kamera-Pioniere nichts geändert: Es ist das Auge des Fotografen, das den richtigen Moment und den richtigen Ausschnitt bestimmt. Kamera, Objektive, künstliche Beleuchtung sind nur Hilfsmittel.

Natürlich ist die Frage nach dem richtig guten Foto nicht einfach zu beantworten. Früher hieß es: Kopf und Füße müssen drauf sein, dann stimmt’s. Das war allerdings auch damals schon nicht richtig, sondern eine Anleitung, wie man ein echt langweiliges Foto macht.

Aus dem Blickwinkel einer Maus fotografieren

Ausschnitt und Perspektive sind für ein Foto extrem wichtig. Bei einem Porträt muss das Gesicht nicht immer komplett zu sehen sein. Allein die Augenpartie kann ungemein ausdrucksstark sein.

Haben Sie schon einmal versucht, sich auf den Boden zu legen und ihr Motiv aus dem Blickwinkel einer Maus zu schießen? Auch Klettern kann hilfreich sein: Schon die Höhe eines Stuhls verändert die Perspektive dramatisch.

Alle Kameras haben heute Autofokus. Das führt dazu, dass bei den meisten Amateuraufnahmen das Hauptmotiv immer in der Mitte des Bildes zu finden ist. Klar, darauf hat man ja auch scharfgestellt. Aber schon die alten Maler wussten, dass man mit dem Goldenen Schnitt oder dem Goldenen Dreieck (Mona Lisa) das Hauptmotiv spannungsfördernd aus der Mitte herausschieben kann.

Hilfslinien: Das Hauptmotiv aus der Mitte verbannen

Beim Fotografieren funktioniert das relativ einfach mit der Drittel-Regel: Tunlichst schon bei der Aufnahme wird der Ausschnitt gedanklich mit jeweils zwei senkrechten und zwei waagerechten Hilfslinien in neun Felder aufgeteilt (siehe Beispielfoto. Das Hauptmotiv kann man dann auf die Schnittstellen der Linien stellen, bei einer Landschaftsaufnahme den Horizont auf eine der beiden waagerechten Linien. Dabei ist auch die Drittel-Regel kein Muss: Es kommt immer auf das Motiv und auf das Gefühl des Fotografen an.

Zu Film-Zeiten haben wir in der Dunkelkammer mit dem Fotopapier gespielt, abgewedelt, nachbelichtet, mit dem Solarisationsverfahren Negative oder Positive verfremdet. Heute macht man das am Rechner mit Bildbearbeitungsprogrammen, die es zum Teil sogar kostenlos im Internet gibt.

Zwei Beispiele: Adobe Photoshop (Kosten: Knapp unter 1000 Euro, kostenlose Testversion!) und das nicht weniger komfortable, dafür aber kostenlose Gimp. Das Foto oben kann mit beiden Programmen produziert werden. Wie’s geht? Es gibt prima Seiten im Internet, die Schritt für Schritt erklären, wie man zum Erfolg kommt.

Wer viele Kontraste will, muss tricksen

Kennen Sie das Problem? Sie stehen im Hauptschiff einer Kirche. Draußen scheint die Sonne, lässt die Fenster in bunten Farben erstrahlen. Normalerweise müsste man sich jetzt entscheiden: Werden die Fenster richtig belichtet, ist das Innere der Kirche schwarz; werden die Säulen und Kuppeln richtig belichtet, sind die Fenster nur noch grell-weiß.

Wenn ich beides will, muss ich tricksen: Mit mehreren synchron geschalteten Blitzgeräten wird das Kirchenschiff so ausgeleuchtet, dass die Fenster Farbe haben und die Säulen zu erkennen sind.

Es geht allerdings auch preiswerter: HDR heißt das Zauberwort. Bei "High Dynamic Range"-Aufnahmen wird ein Kontrastumfang erzielt, den die Kamera eigentlich nicht verarbeiten kann. Dazu werden aus der gleichen Position mindestens drei Bilder hintereinander (eine Belichtungsreihe) gemacht: eine unterbelichtete Aufnahme (zu dunkel), eine korrekt belichtete und eine überbelichtete Aufnahme (zu hell).

Aus den drei Bildern muss nun ein HDR-Bild errechnet werden. Das können sowohl Photoshop als auch Gimp. Allerdings ist man damit noch nicht am Ziel. Das HDR-Bild kann so auf keinen Drucker oder Belichter ausgegeben werden, es muss erst wieder in ein LDR, ein Bild mit niedrigem Kontrastumfang, umgerechnet werden. Dabei kommt ein drittes Programm ins Spiel, das einem viel Arbeit abnimmt: Photomatrix Pro! Es bietet eine Vielzahl von Reglern, deren Effekt man direkt in einer Vorschau begutachten kann.

Weitere Informationen zu den erwähnten Programmen im Internet.
 

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