Zahlreiche Radiostationen lassen sich über das Internet empfangen: Jeder Musikgeschmack von Country über Rockabilly bis Oper wird bedient.

Schier unbegrenzte Möglichkeiten: Das Angebot der Internetradios ist ausufernd.
Schier unbegrenzte Möglichkeiten: Das Angebot der Internetradios ist ausufernd.

Schier unbegrenzte Möglichkeiten: Das Angebot der Internetradios ist ausufernd.

Schier unbegrenzte Möglichkeiten: Das Angebot der Internetradios ist ausufernd.

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Schier unbegrenzte Möglichkeiten: Das Angebot der Internetradios ist ausufernd.

Düsseldorf. Wie hieß denn noch der tolle Radiosender aus dem Urlaub? Die Internet-Seite www.reciva.com hilft weiter. Einfach den Suchbegriff wie "Mallorca" eingegeben, schon listet das Online-Angebot die deutschsprachigen Sender Antenne Mallorca und Radio Mallorca oder spanischsprachige Stationen auf. Ein Klick auf das Lautsprecher-Symbol reicht aus, und man kann sich fast wieder wie im Urlaub fühlen.

Dank Internet wird der Online-Computer zum Weltempfänger. Und während die Kurzwellenempfänger vor sich hin rauschen, gibt es den Empfang in UKW- oder sogar in CD-Qualität. Livestream wird diese Form der Datenübertragung genannt, wenn das Radioprogramm über das Internet ausgestrahlt wird.

Manche Sender lassen sich direkt über das Web abspielen

Im Web gibt es zahlreiche Seiten, die unzählige Radiosender auflisten, darunter bekannte wie WDR2 oder Antenne Bayern, aber auch Sender, die nur über das Internet zu empfangen sind, wie die Station ByteFM (www.byte.fm) aus Hamburg. Der Sender lässt sich sogar direkt über den Web-Browser abspielen. Für andere wird eine Software wie der Windows Media Player benötigt, der auf den Computern vorinstalliert ist. Das Programm öffnet sich automatisch, wenn es benötigt wird.

Es gibt zahlreiche Stationen, die für jeden Musikgeschmack etwas bereithalten: egal ob Country, Rockabilly, Schlager, Oper oder Weihnachtslieder im Frühling - selbst Sender, die den ganzen Tag nur Titel eines Interpreten spielen, gibt es. Bei MJTunes sind beispielsweise nur Songs von Michael Jackson zu hören.

Das Internetangebot Phonostar hilft dabei, den passenden Sender für den jeweiligen Musikgeschmack zu finden.

Kosten: Da der Computer oder das Internetradio-Gerät ständig mit dem Internet verbunden sind, sollte man über eine DSL-Leitung mit Flat-rate verfügen, damit der Radioempfang nicht zu teuer wird und die Kosten überschaubar bleiben.

GEZ: Auch Internetradios zählen in Deutschland zu den bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) anmeldepflichtigen Geräten.

Winamp: Die kostenlose Software (Shareware) gilt als Wegbereiter zur Verbreitung des Musikformates MP3. Mit Hilfe von Winamp lassen sich Radiosender am PC empfangen.

reciva Dort kann man nicht nur nach Sendern suchen, dort lassen sich auch die Wunschsender speichern. Wenn ein gewünschter Sender gefunden wurde, kann man ihn auch anhören.

itunes: Die Apple Software bietet nicht nur die Möglichkeit, seine eigenen Musik-Dateien zu ver- walten, es werden zahlreiche Internet-Radiosender angezeigt, die per Mausklick ausgewählt und angehört werden können.

Internetradio: Zehntausende Radiosender können mit speziellen Empfängern gehört werden. Sie greifen meist per W-Lan auf das Internet zu. Hersteller sind zum Beispiel Terratec (Foto), Philips, Grundig oder Technisat. Geräte gibt es ab 70 Euro.

Radio-on-Demand: Das Internet nutzen Radiosender auch dazu, einzelne Radiobeiträge anzubieten. Der Nutzer wählt dann meist auf der Webseite des Radiosenders einen Beitrag aus und kann ihn beliebig häufig anhören.

Podcast: Das sind Audio- und Video-Beiträge, die über das Programm iTunes kostenfrei abgerufen werden. Radio- und Fernsehsender, auch Privatleute produzieren diese Beiträge und bieten sie an. Das Wort Podcast setzt sich aus iPod (MP3-Player von Apple) und dem englischen Wort Broadcast (Rundfunkübertragung) zusammen.

Livestream: Streaming Media ist der Oberbegriff, damit wird Web-Radio oder Web-TV bezeichnet. Gemeint ist mit dem Begriff, dass Daten über ein Netzwerk empfangen und gleichzeitig wiedergegeben werden. Diesen Vorgang der Datenübertragung nennt man auch Streaming oder Livestream.

Ukw: Als Ultrakurzwellen (UKW) bezeichnet man elektromagnetische Wellen in einem bestimmten Frequenzbereich, im allgemeinen meint man damit den UKW-Rundfunk im Bereich 87,5 bis 108 Megaherz.

Kurzwelle: Das besondere an diesen Radiowellen ist, dass die Signale weltweit empfangen werden können.

Während man beim Livestream einen Sender nach Musikgeschmack auswählt, funktioniert das Angebot von Last.fm anders. Hierbei werden die Hörgewohnheiten des Nutzers analysiert. Last.fm lernt dazu und "berechnet" den Musikgeschmack. Es schlägt ständig neue Songs und Interpreten vor.

Stellt Last.fm fest, dass der Geschmack mit einem anderen Hörer übereinstimmt, wird dieser als "musikalischer Nachbar" vorgeschlagen. Daraus werden dann Schnittmengen gebildet. Und der Hörer erhält dadurch zum Teil verblüffend passende Musikvorschläge. Was nicht gefällt, wird in der Datenbank ebenso gespeichert.

Internetradio funktioniert auch ohne Computer

Den Computer als Radioempfänger zu nutzen ist die preisgünstigste Methode und schnellste Möglichkeit. Wer nicht ständig seinen Computer eingeschaltet haben möchte und wen die Lüftergeräusche beim Musikempfang stören, der kann einen speziellen Radioempfänger nutzen: Geräte gibt es ab 70 Euro. Diese wählen sich am bequemsten über das W-Lan oder per Netzwerkkabel ins Internet ein und greifen so auf die Sender zu.

Manche Geräte haben bereits zahlreiche Sender gespeichert, die sich dann einfach auswählen lassen. Andere rufen aus dem Netz ständig aktualisierte Listen auf, die sich ergänzen lassen. Beim Kauf eines Gerätes sollte darauf geachtet werden, ob es die auf dem eigenen Computer gespeicherte Musiksammlung abspielt.

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Am Samstag geht es im Schwerpunkt Digitale Musik um MP3-Player.

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