Der Internet Explorer ist auf jedem PC vorinstalliert. Doch es gibt alternative Programme, die dazu auch noch Vorteile bieten.

(Grafik: Ilka Jaroch)
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Düsseldorf. Mit Einführung der Browserwahl unter Windows 7 können sich die Nutzer zwischen fünf verschiedenen Browsern entscheiden: Neben Microsofts Internet Explorer gestalten die Alternativen Firefox, Chrome, Safari und Opera das Surfen durch Webseiten schneller, eleganter oder unterhaltsamer.

Internet Explorer

Der Klassiker unter den Surfassistenten befindet sich in seiner achten Version: Hatten Vorgänger des Internet Explorers 8 noch Probleme mit der Darstellung einzelner Grafiken, werden jetzt unterschiedlichste Formate zuverlässig angezeigt. Seit seiner Einführung mit Windows 95 richten sich die meisten Programmierer nach dem Browser, um möglichst viele Leute zu erreichen - ein Vorteil, der auch Schwäche ist.

Denn obwohl sich der Großteil der Internetseiten fehlerfrei anzeigen lässt, tappen die Nutzer des Internet Explorers schon mal in Fallen: Hacker greifen bevorzugt den Microsoft Browser an, indem sie Webseiten speziell für ihn präparieren. Sicherheitslücken werden von Microsoft zwar regelmäßig, manchmal aber zu träge gestopft. Eine neu integrierte Liste sorgt nun dafür, dass bekannte Phishing-Seiten gar nicht erst geöffnet werden. Sollte der Internet Explorer (IE) doch einmal abstürzen, wird er mit den im Fachjargon als Tabs bezeichneten Registerkarten aller zuvor angewählten Webseiten wiederhergestellt.

Firefox

Der hierzulande beliebteste Browser ist seit einiger Zeit Mozillas Firefox. Seine Wandelbarkeit macht ihn so erfolgreich. Seit seiner Erstveröffentlichung 2002 versorgen ihn Profi- und Hobby-Entwickler mit nützlichen wie unterhaltsamen Add-ons. Diese Mini-Programme stehen über Mozillas Erweiterungswebseite kostenlos zum Download bereit und werden mit einem Mausklick in den Firefox eingeklinkt.

Die beliebtesten Add-ons unterdrücken zum Beispiel Werbung, übersetzen Fremdwörter oder ändern das Aussehen des Browser-Fensters.

Die Add-on-Vielfalt ist so groß, dass Firefox-Nutzer ihren Browser speziell aufs eigene Surf-Verhalten zuschneiden können - sei es zu kreativen Zwecken wie der Bildbearbeitung, zur Kommunikation in sozialen Netzwerken oder zur reinen Unterhaltung mit Videos und ausgewählten Neuigkeiten. Genereller Nachteil: Jede installierte Erweiterung belastet den Arbeitsspeicher.

Chrome

Datenschützer hatten zunächst Bedenken gegen Googles Browser Chrome. Doch hat der Suchmaschinenhersteller Elemente aus der Software entfernt, die das Internet-Verhalten seiner Nutzer verfolgen. Seitdem ist Chrome zum drittbeliebtesten Browser aufgestiegen.

Grund für den Erfolg ist seine beispielhafte Schnelligkeit. Mit schlankem Design und logischer Bedienungsoberfläche, wie der Einheit aus Adressleiste und Suchmaschine, erleichtert Chrome die Navigation durchs Internet. Einzigartig ist auch die Unabhängigkeit der Registerkarten. Stürzt eine Webseite ab, so ist nur sie selbst und nicht das ganze Fenster betroffen.

Ähnlich wie Firefox inspiriert auch Chrome Entwickler zu Erweiterungen: Add-ons wie die Integration von Schaltflächen für Facebook oder Wettervorhersagen sowie visuelle Veränderungen lassen sich ohne Browser-Neustart installieren.

Safari

Apples Browser Safari erfreut Mac- wie Windows-Nutzer bereits mit seinem edlen Design. Allein oder im Paket mit weiterer Apple-Software wie dem Musikprogramm iTunes und dem Multimediaplayer Quicktime steht Safari kostenlos zum Download bereit.

Seine intuitive Navigation und sein stilvolles Aussehen sind stark an Apples Betriebssystem Mac OS X gebunden. Wie jeder moderne Browser verfügt auch Safari über Tabs für geordnetes Browsen sowie Pop-up-Blocker, die störende Werbung unterbinden.

Mit exklusiven Eigenschaften wie dem SnapBack-Button für die Rückkehr zum Start der Internet-Sitzung hebt sich Safari von der Konkurrenz ab. Ähnlich wie bei iTunes mit Plattencovern blättern Safari-Nutzer per Mausrad oder Navigationsbalken durch eine übersichtliche 3D-Darstellung früher besuchter Webseiten.

Opera

Wer Innovation sucht, wählt Opera. Der norwegische Entwickler hat seinen Browser immer als erster der Fünf mit Neuerungen auf dem Sektor der Navigationshilfen ausgestattet - von Registerkarten über Mausgesten bis zur Schnellwahl: Nutzer blättern sich per Mausbewegung durch Registerkarten und Webseiten, öffnen Fenster oder wechseln zur Startseite.

Bis zu 25 Lesezeichen lassen sich als Schnellwahl mit Vorschaubildern in einem anklickbaren Fenster festlegen.

Neben den großen Fünf gibt es noch weitere Browser. So werden die Navigatoren von T-Online und AOL stets weiterentwickelt. Exoten wie Space Time machen Spaß, weil sie das Internet mit verspielten 3D-Effekten präsentieren.

Internet-Glossar

Browser So heißt das Programm, das die Seiten im World Wide Web (WWW) darstellt. Denn das englische Wort browse bedeutet so viel wie schmökern, umsehen oder auch abgrasen.

Link Texte im Internet verweisen oft durch einen sogenannten Hyperlink (oder kurz: Link) auf eine andere Internetseite. Solche Querverweise können auch dazu genutzt werden, um Daten von einem Server auf den heimischen Rechner herunterzuladen.

Surfen Wenn man unterschiedliche Seiten im Internet aufruft, wird das auch als Surfen bezeichnet. Denn um sich die Web-Seiten anzeigen zu lassen, springt der Benutzer mit Hilfe des Browsers von einem Server auf den nächsten.

Download Wenn man sich Daten (Bilder, Dokumente, Filme, Musik) aus dem Internet herunterlädt wird das auch (engl.) als Download bezeichnet.

Lesezeichen Im Browser kann man den Link zu Internetseiten, die man erneut aufrufen möchte, auch speichern.

Add-on So nennt man Zusatzprogramme, die man im Browser installieren kann und den Funktionsumfang des Browsers erweitern.

Pop-up So werden Fenster genannt, die aufspringen und dann andere Teile, die man zu- vor lesen konnte, überspringen.

Phishing Betrüger versuchen über gefälschte Internet-Seiten an Daten eines Benutzers zu kommen. Es handelt sich dabei um ein Kunstwort, das so viel wie Passwort-Angeln bedeutet.

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