In diesem Titel landet der Spieler wie im Vorgänger in der Comic-Welt namens Wasteland. Neben Mickey Maus ist dieses Mal ein weiterer Charakter spielbar – auf Wunsch sogar kooperativ.

Düsseldorf. Wo im ersten Teil nur Micky spielbar war, gesellt sich nun Oswald der Hase dazu. Beide haben ihr Werkzeug dabei, um in der bunten Welt voranzukommen. Oswald hat eine magische Fernbedienung mit der er elektronische Geräte steuern kann. Micky dagegen hält einen Pinsel in seinen Händen. Damit kann die Maus ganze Wände, Türen und viele weitere Elemente mittels Farben dazumalen oder mit Verdünner verschwinden lassen.

 

Bewegung ist alles

Der Spieler kann den Pinsel wahlweise per Bewegungssteuerung auf der Nintendo Wii und der Playstation 3 schwingen – oder auf der Xbox 360 herkömmlich per Controller losmalen. Und genau das ist die Hauptaufgabe. Im Spiel gibt es viele Rätsel, die es malerisch zu lösen gilt: Dort die richtige Tür verschwinden lassen, hier etwas hinzufügen. Oder doch anders herum? Die Rätsel sind stellenweise wirklich knifflig – aber zu keiner Zeit frustrierend.

Kleine Monster-Sorgen

Zusätzlich treffen Micky und Oswald auf kleine Wesen, die ziemlich mies gelaunt sind. Diese kann der Spieler mit Verdünner verschwinden lassen oder mit Farbe beruhigen. Wirklich anspruchsvoll ist das nicht – besonders im Vergleich zu den Denksport-Rätseln.

Zusammen ist es unterhaltsamer

Für Abwechslung sorgen die Kooperativ-Einlagen: Oswalds Ohren bieten sich bei schneller Drehung wunderbar als Propeller an. Während er über Abgründe schwebt, hängt Micky kreischend an seinen Beinen. Typischer Disney-Humor eben! Zusätzlich spielt man zwischen den Hauptwelten jeweils kurz ein kleines Level in 2D-Optik von links nach rechts durch. Hintergrund: Hier spielt man originale Micky-Cartoons aus allerlei Epochen nach.

Was gut funktioniert

Die Pinsel-Bewegungssteuerung passt optimal ins Spielkonzept. So intuitiv kann man einen Pinsel in sonst keinem Titel steuern. Auch der Spielansatz überzeugt: Gegner lässt man verschwinden, Türen kann man dazumalen – und das Ganze wird von Altmeister Warren Spector in einer Comic-Welt voller Rätsel liebevoll mit Gastauftritten weiterer Disney-Charaktere inszeniert.

Was nicht gut funktioniert

Die Geschichte ist weder anspruchsvoll noch besonders spannend: Zuerst zerstört ein Erdbeben die halbe Spielwelt, dann taucht ein verrückter Doktor auf. Dieser führt natürlich nichts Gutes im Schilde.

Fazit: Disney-Charme für Kinderaugen

Das Spiel begeistert durch seine intuitive Steuerungsmöglichkeiten und die eigenwillige Spielidee des Malens. Wo kann der Spieler sonst ganze Level-Elemente verschwinden lassen oder herbeizaubern? Für erfahrene Spieler ist das auf Dauer aber zu eintönig und rätsellastig. Zu zweit im Koop-Modus ist es dennoch unterhaltsam.

Name: Disney Micky Epic – Die Macht der 2
Genre: Action-Adventure
Publisher: Disney Interactive
Hersteller: Junction Point Studios (Wii), Blitz Games (PS3 u. Xbox 360)
Release-Termin: 17. November
Preis: zirka 45 Euro (PC), zirka 60 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360, Wii, Wii U
USK-Freigabe: Ab 6 Jahre
Wertung: Gut

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