Viele Konsolen, so auch die mobile Konsole Wii U von Nintendo, haben eine Kindersicherung. Eltern können so verändern, dass Kinder nicht-altersgerechte Spiele spielen. Foto: Robin van Lonkhuisen
Viele Konsolen, so auch die mobile Konsole Wii U von Nintendo, haben eine Kindersicherung. Eltern können so verändern, dass Kinder nicht-altersgerechte Spiele spielen. Foto: Robin van Lonkhuisen

Viele Konsolen, so auch die mobile Konsole Wii U von Nintendo, haben eine Kindersicherung. Eltern können so verändern, dass Kinder nicht-altersgerechte Spiele spielen. Foto: Robin van Lonkhuisen

dpa

Viele Konsolen, so auch die mobile Konsole Wii U von Nintendo, haben eine Kindersicherung. Eltern können so verändern, dass Kinder nicht-altersgerechte Spiele spielen. Foto: Robin van Lonkhuisen

Köln (dpa/tmn) - Videospiele sind für Kinder nicht automatisch schlecht - aber altersgerecht sollten sie sein. Wichtige Faktoren sind dabei der Aufbau und die Dramatik der Handlung.

Offene Welten in Videospielen sind für erfahrene Zocker reizvoll, Kinder fühlen sich davon aber schnell überfordert. Besser geeignet für Spieler im Kindergarten- und Grundschulalter seien in sich abgeschlossene Erlebnisse, sagt der Pädagoge Torben Kohring, Leiter des Spieleratgebers NRW. «Wichtig für Kinder ist, dass eine Geschichte mit einem klaren Ende erzählt wird.» Werden die einzelnen Level und Herausforderungen in kleinen Häppchen serviert, fällt es Kindern leichter, das Spiel zu einer vereinbarten Zeit wieder zu beenden.

Außerdem sollten Eltern darauf achten, was in dem Spiel genau gemacht und wie es präsentiert wird. Schnelle Actionspiele mit aufpeitschender Soundkulisse empfiehlt Kohring zum Beispiel erst für Acht- oder Zehnjährige: «Wenn jüngere Kinder so etwas über einen längeren Zeitraum spielen, kommen sie oft nur schwer wieder runter.»

Einen ersten Hinweis für ratsuchende Eltern bietet die Altersfreigabe der Unabhängigen Selbstkontrolle (USK), die auf jeder Spielepackung zu finden ist. Bei Onlinespielen, die ausschließlich im Netz gespielt werden, fehlt sie allerdings. Außerdem verrät die Freigabe nur, dass ein Kind im passenden Alter vom Inhalt des Spiels keinen Schaden davonträgt - und nicht, ob es mit dem Spiel auch Spaß hat. «Fußballmanagerspiele haben meist gar keine Altersbeschränkung», nennt Kohring ein Beispiel. «Kleine Kinder kommen damit aber trotzdem nicht zurecht.»

Auch andere Faktoren werden bei der USK-Freigabe nicht berücksichtigt: Kindergarten- und jüngere Grundschulkinder brauchen zum Beispiel komplett vertonte Spiele und keine Titel, in denen der Nutzer viel Text lesen und verstehen muss. Hierbei müssen Eltern also selbst ein wenig recherchieren. Mögliche Anlaufstellen sind zum Beispiel die Datenbank der Initiative Internet-ABC mit 700 empfehlenswerten Titeln für Kinder bis 12 Jahre, oder die Spieletests des von Torben Kohring geleiteten Spieleratgebers NRW, in dem es auch um Titel für etwas Ältere geht.

Bei diesen Stellen finden Eltern auch Hilfe, wenn sich ihr Nachwuchs zu Weihnachten ein für sein Alter unpassendes Spiel wünscht. «Ich würde in dem Fall gemeinsam mit dem Kind nach einer Alternative suchen», rät Torben Kohring. «Wenn Sie einfach irgendwas kaufen, landet es vielleicht ungenutzt in der Ecke.»

Außerdem rät der Experte Eltern, bei Videospielkonsolen die integrierte Kindersicherung zu benutzen. Damit können Eltern einstellen, dass nur für eine bestimmte Altersgruppe freigegebene Spiele gestartet werden können. Welche Altersfreigabe ein Spiel hat, erkennt die Konsole automatisch. Wollen Geschwister oder Mama und Papa selbst doch mal einen Titel für Ältere spielen, können sie die Funktion mit einem Passwort abschalten. Eine Kindersicherung haben sowohl Xbox 360 und Playstation 3 als auch die neue Wii U von Nintendo.

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