Der 57-Jährige tötete innerhalb von drei Wochen zwei Männer mit Kopfschüssen. Motive der Taten seien Habgier und Raub gewesen.

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Bonn. Binnen drei Wochen tötete er in Bonn zwei ihm völlig unbekannte Opfer durch gezielte Kopfschüsse. Jetzt wurde der 57-Jährige wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Darüber hinaus stellte das Bonner Landgericht am Donnerstag eine besondere Schwere der Schuld fest. Damit muss der Familienvater mindestens 22 Jahre im Gefängnis bleiben. Motive der Taten seien Habgier und Raub gewesen. Die Richter bezeichneten den Angeklagten, der vor Gericht schwieg, als voll schuldfähig.

Wahnvorstellungen, die er angeblich bei den von ihm zuvor gegenüber der Polizei eingeräumten Taten gehabt haben will, seien unglaubwürdig. «Die Verbrechen trafen die Opfer wie ein Blitz aus dem heiteren Himmel», sagte der Richter bei der Urteilsverkündung.

Der Angeklagte hatte Anfang Februar 2011 in einem Bonner Matratzengeschäft einen 42-jährigen Verkäufer mit zwei Schüssen in Kopf und Hals getötet, weil er nach Darstellung des Gerichts einen Raubversuch verdecken wollte.

Drei Wochen später schoss er auf einem Waldparkplatz heimtückisch einem 49-jährigen Geschäftsmann und Familienvater aus Dernau (Rheinland-Pfalz) von hinten in den Kopf, der in seinem Auto gerade seine Mittagspause machte. Dann fuhr er mit dem Auto des Opfers, auf das er es abgesehen hatte, nach Belgien und legte die Leiche an einer Talsperre ab.

Wenige Monate zuvor war er vom Bonner Landgericht wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu fast vier Haft verurteilt worden. Bis zum Antritt der Haft war er von der U-Haft verschont worden. Durch Spurensicherungen und DNA-Untersuchungen waren die Ermittler auf ihn gestoßen. dpa/lnw

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