In diesem Kalibergwerk in Wunstorf starb ein 34-jähriger Arbeiter an einer Schwefelwasserstoff-Vergiftung.
In diesem Kalibergwerk in Wunstorf starb ein 34-jähriger Arbeiter an einer Schwefelwasserstoff-Vergiftung.

In diesem Kalibergwerk in Wunstorf starb ein 34-jähriger Arbeiter an einer Schwefelwasserstoff-Vergiftung.

dpa

In diesem Kalibergwerk in Wunstorf starb ein 34-jähriger Arbeiter an einer Schwefelwasserstoff-Vergiftung.

Wunstorf (dpa). Bei einem Gas-Unfall in einem Kalibergwerk nahe Hannover ist ein 34 Jahre alter Bergmann ums Leben gekommen. Mehrere Arbeiter wurden verletzt. Nach Angaben des Kaliwerks Sigmundshall in Wunstorf kamen 26 Kumpel vorsorglich ins Krankenhaus. Der Unfall ereignete sich bei Bohrarbeiten in etwa 1200 Metern Tiefe. Ein Expertenteam des Landesbergamts untersuchte am Morgen den Unglücksort. Die Arbeiten in der Grube waren nach dem Unfall in der Nacht zum Donnerstag zunächst eingestellt worden.

Vermutlich haben die Bergleute versehentlich eine Gasblase im Salz angebohrt und die giftigen Stoffe eingeatmet. Der Getötete war seit sechs Jahren im Unternehmen.

In der 114-jährigen Geschichte des Werks habe es noch nie einen Unfall dieser Art mit Gasaustritt gegeben, sagte Werkssprecher Florian Schoene. Das Kaliwerk Sigmundshall hat nach seinen Angaben etwa 850 Beschäftigte, davon etwa 500 Bergleute.

Das unter Tage geförderte Salz wird in der dazugehörenden Fabrik zu Kali - also Düngemittel - verarbeitet. Es ist das einzige aktive Kaliwerk in Niedersachsen. Bundesweit gibt es Schoene zufolge noch vier aktive Kaliwerke und drei Salzwerke.

Erst vergangenen Monat war ein Bergmann bei einem Arbeitsunfall in der Grube getötet worden. Damals hatten sich Gesteinsbrocken von der Seite gelöst und den Kumpel verschüttet. Er habe nur noch tot geborgen werden können, sagte der Sprecher.

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