Garri Kasparow will seinen Sport zum Schulfach machen. Der Ex-Schach-Weltmeister stellte am Dienstag im Europäischen Parlament ein entsprechendes Programm seiner Stiftung vor. Wenn alles läuft wie geplant, soll Schach schon im Jahr 2013 in vielen europäischen Schulen zum Unterricht gehören.
Ein bisschen Bewegung für das Gehirn kann Schülern nur helfen, findet der Altmeister: „Studien belegen, dass Schach die kognitiven Fähigkeiten fördert.“ Nach den Vorstellungen des 48-Jährigen sollen alle Schüler zwischen sechs und zwölf Jahren Schach-Unterricht bekommen – freiwillig. Dazu müssen die Lehrer geschult werden. „Wir möchten, dass an jeder Schule mindestens ein Lehrer Schach unterrichten kann“, erklärte Kasparow. Außerdem stellt seine Stiftung Schulungsmaterialien zusammen. Auf einer Online-Plattform sollen die Schulen untereinander Turniere bestreiten und die Schüler sich austauschen können.
Kasparow stammt aus Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Mit fünf Jahren begann er mit dem Schachspiel. Fortan räumte er einen Titel nach dem anderen ab. Im Oktober 1989 spielte er zum ersten Mal gegen einen Computer – und siegte. pim

