Jochen Lübke

Düsseldorf. Karl-Thomas Neumann ist Marathon-Läufer. Einen langen Atem wird er auch in seinem neuen Job brauchen: Neumann soll den Autobauer Opel aus der Dauerkrise führen – voraussichtlich schon ab März.

Leicht hatte es der 51-Jährige auch in den vergangenen Jahren nicht. Im Juni 2012 verlor er seinen Posten als China-Chef von Volkswagen. Drei Jahre zuvor hatte ihn ein Machtkampf mit dem Großaktionär Schaeffler den Chefposten beim Autozulieferer Conti gekostet. Dorthin war er 2004 gewechselt – es blieb ein kurzes Intermezzo.

Anschließend leitete der studierte Elektroingenieur zwei Jahre lang die Geschäfte für Volkswagen in China – einem Riesenmarkt, in dem Opel nur marginal vertreten ist. Der Fachmann für Elektroautos entwickelte mit dem Partner Shanghai Automotive die Marke Tantus, unter der auch ein Elektroauto für den chinesischen Markt gebaut wird.

Der Vater zweier Söhne gilt als Freund offener Worte. Lange wurde Neumann sogar als Nachfolger von VW-Chef Martin Winterkorn gehandelt. Doch das Verhältnis zur Wolfsburger Zentrale galt nicht als das Beste. Red

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