Wolfgang Kumm

Stephan Weil (54) ist der neue Stern am Politfirmament der SPD. „Ich freue mich, dass wir ein ganz klein wenig gute Laune aus Hannover in das Willy-Brandt-Haus gebracht haben“, strahlte der voraussichtlich künftige niedersächsische Ministerpräsident in der Berliner SPD-Zentrale.

Der mit einer Akademikerin verheiratete Vater eines Sohnes präsentiert sich bürgernah, sachlich und pragmatisch. Seit November 2006 war der Jurist Oberbürgermeister in Hannover, zuvor war er dort Kämmerer. Der feingeistig wirkende Weil genoss in der Landeshauptstadt einen guten Ruf, doch außerhalb der Stadtgrenzen galt es ihn erst noch aufzubauen. Dank eines Medientrainers hat er gelernt, vor den Kameras weniger verkrampft aufzutreten als früher.

Der erfahrene Kommunalpolitiker und leidenschaftliche Fan von Hannover 96 hat vor dem Wechsel ins Rathaus als Anwalt, Richter, Staatsanwalt und im Justizministerium gearbeitet. SPD-Mitglied ist er seit mehr als drei Jahrzehnten. Weil fehlt das oft als machohaft beschriebene Auftreten seines Förderers Gerhard Schröder. Dennoch hat der Altkanzler ihm eine bundespolitische Karriere vorausgesagt. dpa

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