Ein Möchtegern-Terrorist hatte einen großen Plan - einen Anschlag auf das Washingtoner Kapitol. Seine vermeintlichen Komplizen waren in Wahrheit FBI-Agenten. Foto: Michael Reynolds
Ein Möchtegern-Terrorist hatte einen großen Plan - einen Anschlag auf das Washingtoner Kapitol. Seine vermeintlichen Komplizen waren in Wahrheit FBI-Agenten. Foto: Michael Reynolds

Ein Möchtegern-Terrorist hatte einen großen Plan - einen Anschlag auf das Washingtoner Kapitol. Seine vermeintlichen Komplizen waren in Wahrheit FBI-Agenten. Foto: Michael Reynolds

dpa

Ein Möchtegern-Terrorist hatte einen großen Plan - einen Anschlag auf das Washingtoner Kapitol. Seine vermeintlichen Komplizen waren in Wahrheit FBI-Agenten. Foto: Michael Reynolds

Washington (dpa) - Das FBI hat einen mutmaßlichen Terroristen in die Falle gelockt, der einen Selbstmordanschlag auf das US-Kapitol in Washington verüben wollte. Der gebürtige Marokkaner Amine El Khalifi wurde am Freitag kurz vor der geplanten Attacke in der Nähe des Kongressgebäudes verhaftet.

Der 29-Jährige sei davon ausgegangen, eine Sprengstoffweste und eine Schusswaffe zu tragen, die er von mutmaßlichen Komplizen des Terrornetzwerkes Al-Kaida bekommen hätte, teilte das Justizministerium mit. Tatsächlich handelte es sich aber um Attrappen aus den Händen verdeckter Ermittler des FBI.

El Khalifi wurde noch am Freitag bei einem Bundesgericht in Alexandria (Virginia) angeklagt. Ihm wird unter anderem ein versuchter Anschlag mit einer Massenvernichtungswaffe auf ein öffentliches Bundesgebäude vorgeworfen. Bei einer Verurteilung könnte ihm lebenslange Haft drohen.

Dem Ministerium zufolge ging der Festnahme eine langwierige Operation voraus. Der Mann stand demnach schon seit Januar 2011 unter Beobachtung. Die Falle schnappte zu, nachdem ihm als Terroristen getarnte FBI-Agenten am Freitag den vermeintlichen Sprengstoff ausgehändigt hatten. Die Öffentlichkeit sei niemals in Gefahr gewesen, hieß es in einer Mitteilung der fürs Kapitol zuständigen Spezialpolizei.

Nach Behördenangaben lebte der Mann seit zwölf Jahren illegal in den USA. Er habe jedoch keine Beziehungen zu einer Terrorgruppe gehabt. Das FBI sei ihm nach einem Hinweis aus der Bevölkerung auf die Spur gekommen. Demnach habe sich El Khalifi verdächtig verhalten und seine Bereitschaft zum «Krieg» geäußert. Als er Kontakt zu einer bewaffneten extremen Gruppe gesucht habe, sei er mit zwei Undercover-FBI-Agenten zusammengebracht worden, die sich als Al-Kaida-Mitglieder ausgegeben hätten.

Wie das Ministerium weiter schilderte, diskutierte El Khalifi zunächst Pläne, ein Restaurant in die Luft zu sprengen, in dem ranghohe Militärs regelmäßig essen gehen. Dann habe er sich schließlich für einen Selbstmordanschlag auf das Kapitol entschieden und sein Ziel auch wiederholt ausgespäht. Am Freitag dann habe in einer Parkgarage die vermeintliche Waffenübergabe stattgefunden. Darauf wurde er verhaftet.

Es ist seit längerem die Strategie der US-Behörden, Verdächtige in verdeckten Operationen mit erfundenen Terror-Plänen in die Falle zu locken. So wurde im vergangenen September ein Mann festgenommen, der mit Bomben versehene Modellflugzeuge ins Pentagon hatte lenken wollen. Auch er hatte seine Ausrüstung vom FBI erhalten. Manche Fachleute halten das Vorgehen der Ermittler für problematisch, weil sie häufiger selbst die Ideen für Attacken liefern.

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