Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD)schrieb sich bei der Eröffnung der neuen Firmenzentrale RAG Montan Immobilien in Essen in das Gästebuch ein.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD)schrieb sich bei der Eröffnung der neuen Firmenzentrale RAG Montan Immobilien in Essen in das Gästebuch ein.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD)schrieb sich bei der Eröffnung der neuen Firmenzentrale RAG Montan Immobilien in Essen in das Gästebuch ein.

dpa

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD)schrieb sich bei der Eröffnung der neuen Firmenzentrale RAG Montan Immobilien in Essen in das Gästebuch ein.

Essen (dpa).  In der Diskussion um den Solidarpakt hat NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) erneut Unterstützung für Nordrhein-Westfalen gefordert. «Wir haben uns solidarisch gezeigt mit dem Osten. Ich bin dafür, dass wir das auch noch tun, bis 2019 steht das», sagte Kraft am Mittwoch in Essen bei der Eröffnung der neuen Zentrale der Immobiliengesellschaft RAG Montan Immobilien.

Es gebe aber viele andere Möglichkeiten, das Ruhrgebiet jetzt zu unterstützen, zum Beispiel im Bereich Infrastruktur: «Denn hier haben wir Bedürftigkeit, und es darf eben nicht nach Himmelsrichtung gehen, sondern es muss nach Bedürftigkeit gehen.»

RAG Montan Immobilien vermarktet die Flächen der früheren Steinkohlebergwerke. Sie ist eine Tochter des Zechenbetreibers RAG. RAG Montan Immobilien erzielte 2011 mit 358 Mitarbeitern rund 51 Millionen Euro Umsatz. Das neu eröffnete Bürohaus liegt auf dem Gelände der Kokerei Zollverein.

Das Areal mit Kokerei und Zeche, einst die größte in Europa, ist seit 2001 Unesco-Welterbe. «Die Anschrift "Im Welterbe" hat schon was», sagte RAG-Chef Bernd Tönjes. Die RAG hofft auf weitere Nutzer, die ihren Briefkopf mit dieser Adresse schmücken wollen. Tönjes erinnerte daran, dass der Steinkohlebergbau 2018 ausläuft.

«Zunehmend rücken die zukunftsfähigen Aktivitäten unserer Tochtergesellschaften in den Vordergrund.» Dazu zählte er nicht nur die Immobilienvermarktung, sondern auch die RAG-Aktivitäten bei den erneuerbaren Energien. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet sei nicht beendet, sagte Kraft: «Wir müssen ihn weiter forcieren.» Dazu gehöre auch die neue Nutzung der alten Zechen. «Wir müssen auch die Schöpfung bewahren. Unsere Fläche ist endlich.»

Für den Wandel sei die Kultur ebenso wichtig wie Industrie und Gewerbe, meinte Kraft: «Die Kultur ist nicht die Sahnehaube obendrauf, sondern sie ist die Hefe im Teig, wenn wir diese Region weiterentwickeln wollen. Deshalb ist das Zusammenspiel wichtig. Das ist kein Gegensatz.»

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