98,4 Prozent Zustimmung für Schulministerin aus Solingen.

Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann beim Parteitag in Essen: Das Reiben an der FDP gehört bei den Grünen zur Folklore.
Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann beim Parteitag in Essen: Das Reiben an der FDP gehört bei den Grünen zur Folklore.

Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann beim Parteitag in Essen: Das Reiben an der FDP gehört bei den Grünen zur Folklore.

dpa

Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann beim Parteitag in Essen: Das Reiben an der FDP gehört bei den Grünen zur Folklore.

Essen. Die große Euphorie ist bei den nordrhein-westfälischen Grünen verflogen. Vor Monaten träumten einige noch von der 20-Prozent-Marke, weiteren Spitzenjobs in der Regierung und jeder Menge Dienstwagen. Nun finden die Neuwahlen, die die Partei lange angestrebt hat, am 13. Mai statt.

Doch die aktuellen Umfrageergebnisse betonieren den Status-Quo von zwölf Prozent. Entsprechend nüchtern läutete der Landesverband gestern in der Messe Essen die heiße Phase des Wahlkampfs ein und nominierte die amtierende Schulministerin Sylvia Löhrmann mit 98,4 Prozent als Spitzenkandidatin.

Spitzenkandidatin erinnert an Erfolge wie den Schulkonsens

Noch vor zwei Jahren wähnte der damalige Grünen-Landesvorsitzende Arndt Klocke die Grünen „auf dem Weg zur Volkspartei“. In ihrer Rede machte die Spitzenkandidatin aus Solingen ihrer Partei Mut und erinnerte an die Erfolge in den zwei Jahren Minderheitsregierung, unter denen die Schulministerin dem Schulkonsens und der Einführung der Sekundarschule den ersten Rang zuwies.

Das Reiben an der FDP gehört bei den Grünen zur Folklore, Löhrmann bezeichnete den liberalen Spitzenkandidaten Christian Lindner als Politpendler und als „eiskalt“ im Zusammenhang mit der Schlecker-Pleite. Grüne Handschrift in fast allen Themen entdeckte Löhrmann in der Landespolitik. Bei der SPD müsse man jedoch aufpassen, „dass das Kohle-Gen nicht wieder durchbricht“.

Eine ordentliche Bewerbungsrede aus der Position einer stellvertretenden Ministerpräsidentin, wenig Angriffsrhetorik – lediglich Norbert Röttgen, Bundesumweltminister und CDU-Spitzenkandidat, wurde eher pflichtschuldig wegen seiner Energiepolitik kritisiert.

Landesparteichef erteilt Koalition mit der CDU eine Absage

Landesparteichef Sven Lehmann erteilte einer Koalition mit der CDU eine Absage, mahnte aber auch: „Die Landtagswahl ist kein Zweikampf Kraft-Röttgen, es geht nicht nur darum, wer nächster Ministerpräsident wird.“ Löhrmanns und Lehmanns Tenor: Uns gibt es auch noch. Auf den beiden nächsten Listenplätzen folgen der bisherige Fraktionschef Reiner Priggen und Familienministerin Barbara Steffens.

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