Justizminister Kutschaty (SPD) fordert ein schärferes Sanktionsrecht: Stadionverbot durch Richter.

Anhänger von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 stehen sich am 20.10.2012 in Dortmund gegenüber vor der Bundesligapartie Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04. Hunderte Fußballfans haben rund um das Revierderby am Samstag in Dortmund randaliert. Einige Ultra-Fans hätten Polizisten angegriffen und Straßen blockiert.
Anhänger von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 stehen sich am 20.10.2012 in Dortmund gegenüber vor der Bundesligapartie Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04. Hunderte Fußballfans haben rund um das Revierderby am Samstag in Dortmund randaliert. Einige Ultra-Fans hätten Polizisten angegriffen und Straßen blockiert.

Anhänger von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 stehen sich am 20.10.2012 in Dortmund gegenüber vor der Bundesligapartie Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04. Hunderte Fußballfans haben rund um das Revierderby am Samstag in Dortmund randaliert. Einige Ultra-Fans hätten Polizisten angegriffen und Straßen blockiert.

Thomas Kutschaty (SPD)

Stephan Schütze, Bild 1 von 2

Anhänger von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 stehen sich am 20.10.2012 in Dortmund gegenüber vor der Bundesligapartie Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04. Hunderte Fußballfans haben rund um das Revierderby am Samstag in Dortmund randaliert. Einige Ultra-Fans hätten Polizisten angegriffen und Straßen blockiert.

Düsseldorf. Nach der Randale beim Fußballspiel zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 fordert der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) eine Änderung des Sanktionsrechts: „Wir brauchen ein Strafrecht, mit dem wir den einzelnen Straftäter effektiv bestrafen können. Ich will eine Diskussion ohne Denkverbote. Neben oder anstatt einer Geld- oder Freiheitsstrafe kommt für mich auch ein strafrechtliches Stadionverbot in Betracht.“

Der Verstoß gegen das neue Recht wäre ein Straftatbestand

Das wäre eine deutliche Verschärfung der bisherigen Praxis. Ein Verstoß gegen ein neues Sanktionsrecht würde nach den Worten des Ministers eine neue Straftat darstellen. Denn bislang können lediglich Vereine Stadionverbote aussprechen. Diese tauchten dann aber in keiner Strafakte auf.

Beim Revier-Derby zwischen den Bundesligisten Dortmund und Schalke hatte es massive Auseinandersetzungen gegeben. Dabei gab es mehr als 180 Festnahmen, acht Beamte wurden verletzt.

Auch weitere Politiker forderten gestern die Vereine zum Handeln auf. Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), verlangte als Vorsitzender der Innenministerkonferenz von den Clubs ein gemeinsames Vorgehen. Die 36 Profiklubs aus erster und zweiter Liga konnten sich gestern hingegen auf kein gemeinsames Konzept einigen (siehe Kasten).

In den vergangenen Monaten hatten sich Berichte über Gewalttaten rund um Bundesligaspiele gehäuft – bei Auseinandersetzungen zwischen Köln und Mönchengladbach ebenso wie nach einem Spiel zwischen Nürnberg und Fürth.

In Frankfurt tagte gestern die Sicherheitskommission der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Die 36 Proficlubs hatten sich zum größten Teil kritisch über das 32-seitige Positionspapier „Sicheres Stadionerlebnis“ geäußert, das nach dem Sicherheitsgipfel in Berlin und der Innenministerkonferenz von DFL und DFB erarbeitet wurde. Verabschiedet werden sollen die Maßnahmen bei der Vollversammlung am 12. Dezember.

 

Das Konzept abgelehnt haben bislang der VfL Wolfsburg, Hertha BSC, 1. FC Union Berlin, FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf.

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