Düsseldorf. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat den höchsten Ausländeranteil in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts haben 19,3 Prozent der Düsseldorfer einen ausländischen Pass. Den zweithöchsten Ausländeranteil weist Köln mit 18 Prozent aus, gefolgt von Duisburg mit 15,7 Prozent.

Die prozentual wenigsten Ausländer wohnen in Höxter (3,2 Prozent), Coesfeld (3,3) und Euskirchen (4,4), wie das Amt auf dpa-Anfrage mitteilte. Zum Stichtag Ende 2010 zählten die Statistiker in NRW 1,79 Millionen Ausländer, etwa 5000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Ausländeranteil lag landesweit bei 10,1 Prozent. 2001 lag er noch bei 10,7 Prozent. Fast jeder dritte Ausländer (30,6 Prozent) in NRW ist Türke, mit deutlichem Abstand folgen Italiener (121 500) und Polen (119 200).

In Düsseldorf leben nicht nur die meisten Japaner (59 Prozent aller Japaner in NRW), sondern auch die meisten Schweden, Ghanaer, Süd-Koreaner, Iren, Franzosen und Marokkaner des Landes.

Köln ist die NRW-Hochburg der Iraner, Tunesier, US-Amerikaner, Inder, Italiener, Ukrainer und Chinesen. In Essen leben die meisten Afghanen und Libanesen. Der grenznahe Kreis Kleve ist Hochburg der Holländer, in Bonn wohnen fast die Hälfte aller Libyer in NRW.