mit einem Kommentar von Christoph Lumme
Die einstige kommunistische Großmacht bietet Milliarden an. Doch das Angebot hat einen hohen Preis.
Ministerpräsident Wen Jiabao bietet neue Investitionen an. Zum Nulltarif gibt es die Hilfe aus dem Riesenreich aber nicht.
Dalian/Berlin. Im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa und den USA will sich China mit neuen Investitionen engagieren. Allerdings fordert die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt für mögliche Finanzspritzen auch ein Entgegenkommen von Europäern und Amerikanern.
So solle die EU Peking als Marktwirtschaft anerkennen, betonte Ministerpräsident Wen Jiabao am Mittwoch zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in der chinesischen Stadt Dalian.
Von den USA forderte er zudem mehr Offenheit gegenüber Investitionen chinesischer Firmen und eine Aufhebung von Exportbeschränkungen. Mit der Hoffnung auf eine baldige Lösung der Krise ging es für die Märkte zunächst nach oben.
Nach Rösler stellt sich nun auch Ramsauer gegen Merkel
China sei bereit, „eine helfende Hand auszustrecken und mehr in den europäischen Ländern und den USA zu investieren“, sagte Wen Jiabao vor den 1700 Teilnehmern des Treffens. Er habe seine Hilfe in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso angeboten.
Gleichzeitig forderte er „mutige Schritte“ der Europäer seinem Land gegenüber, insbesondere die Gewährung des Status als Marktwirtschaft. Das würde China Vorteile in Handelsstreitigkeiten geben. Er hoffe auf einen Durchbruch schon im Oktober.
In der deutschen Debatte über die richtige Politik in der Euro-Krise hat sich derweil nach Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) auch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gestellt. In einem Zeitungsinterview betonte Ramsauer, dass ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone „kein Weltuntergang“ sei.
Kommentar
Weißer Ritter
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