Hillary Clinton verlässt ebenso wie Timothy Geithner die US-Regierung. Wer folgt, ist noch unklar.

US-Finanzminister Timothy Geithner, Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panetta (v.l.) werden die Regierung wohl verlassen.
US-Finanzminister Timothy Geithner, Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panetta (v.l.) werden die Regierung wohl verlassen.

US-Finanzminister Timothy Geithner, Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panetta (v.l.) werden die Regierung wohl verlassen.

dpa

US-Finanzminister Timothy Geithner, Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panetta (v.l.) werden die Regierung wohl verlassen.

Washington. US-Präsident Barack Obama (51) kann loslegen. Doch die großen Herausforderungen wird er nicht mit seinem bewährten Team angehen können. Einige haben bereits vor der Wahl angekündigt, dass sie ihm nicht mehr zur Seite stehen werden.

„Die meisten wiedergewählten Präsidenten haben ihr Kabinett bis zur Amtseinführung neu aufgestellt. Es sieht so aus, als würde auch Obama die Regierung zur Hälfte austauschen“, spekuliert die „New York Times“.

Ex-Präsidentschaftskandidat Kerry könnte Außenminister werden

Bereits vor der Wahl hatten Außenministerin Hillary Clinton (65) und Finanzminister Timothy Geithner (51) angekündigt, auszuscheiden. Für Beobachter ist es ein Problem, dass Obama bislang wenig über seine Pläne für die zweite Amtszeit verlauten ließ. Will er vorrangig das Defizit abbauen, das Steuersystem modernisieren oder zuerst die Einwanderungsreform durchbringen?

Jedes Vorhaben hängt an mühseligen Kompromissen mit den Republikanern. Deshalb ist unklar, wen er an seine Seite holt.

Als Nachfolger für Geithner werden Obamas Stabschef Jack Lew (57) oder Erskine Bowles (67) genannt. Letzterer hatte die Verhandlungen mit den Republikanern über Maßnahmen zur Schuldenverringerung geleitet.

Letzter möglicher Termin für US-Bundesstaaten, um Anfechtungen oder andere Streitfälle im Zusammenhang mit der Stimmenauszählung beizulegen.

In den einzelnen Bundesstaaten treffen sich die Wahlmänner zur eigentlichen Wahl des Präsidenten und des Vize-Präsidenten. Eingesammelt, versiegelt und beglaubigt werden ihre Stimmen an den Senatspräsidenten geschickt.

Bis zu diesem Stichtag müssen die Wahlmännerstimmen dem Vorsitzenden des Senats vorliegen.

In einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus werden die Stimmen der Wahlmänner ausgezählt. Um gewählt zu werden, sind mindestens 270 Stimmen erforderlich.

1933 wurde festgelegt, dass stets an einem 20. Januar der neue US-Präsident und sein Vize ins Amt eingeführt werden.

Lange war darüber spekuliert worden, ob Hillary Clinton 2016 noch einmal als Präsidentschaftskandidatin antritt. Doch die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton hat bereits abgewunken.

Als Nachfolger im Außenministerium werden ein Ex-Präsidentschaftskandidat und eine Top-Diplomatin gehandelt. Sie sind beide mit einem Makel behaftet: Senator John Kerry (68) gilt als demokratisches Schwergewicht, unterlag aber bei der Wahl 2004 dem republikanischen Präsidenten George W. Bush.

Die US-Botschafterin bei den UN, Susan Rice (47), gilt als ausgebuffte Diplomatin. Nach der Ermordung des US-Botschafters in Libyen geriet Rice jedoch in die Kritik, weil sie die Öffentlichkeit über die Hintergründe des Anschlags in Bengasi falsch informiert haben soll.

Als Kandidat für den Ruhestand wird Verteidigungsminister Leon Panetta gehandelt. Der 74-Jährige wechselte erst im Vorjahr vom Geheimdienst CIA ins Pentagon. Er gilt als amtsmüde.

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