Weibliche Angestellte stapeln tief. Das führt aufs Abstellgleis.

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Auf dem Chefsessel des WDR sitzt eine Frau: Monika Piel führt den Sender seit 2007.

Düsseldorf. Ein Lob vom Chef. Toll. Aber anstatt ihre eigene Leistung herauszustellen, sagt Frau gerne mal: „War doch nicht so schwer.“ Tiefstapeln gehört zu den Eigenschaften, mit denen sich Arbeitnehmer selbst ins Abseits stellen. Besonders bei Frauen ist diese Art von Bescheidenheit verbreitet. Aber warum sind Frauen überhaupt so häufig von der „Tiefstapleritis“ befallen? Die Psychologin Barbara Frien sieht eine entsprechende Prägung schon in der Kindheit verankert.

Frauen sind in der Regel besser vorbereitet

Die Job-Probleme von Frauen kennt Coach Heike Hein gut: „Auf Meetings sind Frauen meist besser vorbereitet als Männer, aber sie kennen die Regeln nicht, die dort herrschen.“ So wollen sie zu schnell loslegen und geben ihre Ideen häufig zu Zeitpunkten preis, wenn Männer noch über Unwichtiges plänkeln. „Dann passiert es, dass dieselbe Idee später von einem Mann vorgetragen wird – der dann auch das Lob erntet. Frauen haben ein Problem damit, eine Ich-Marke zu bilden.“Aber: „Man kann nicht nicht kommunizieren“, sagt Hein. Will heißen: Wer immer leise ist, tiefstapelt und sich im Hintergrund hält, zeigt: Ich bin nicht von mir überzeugt. So jemandem traut man die nächste Karrierestufe auch nicht zu. „Das Ergebnis ist, dass man übergangen und jemand anderes befördert wird.“ Wer das verhindern will, muss lernen, seine Kompetenzen nach außen hin zu kommunizieren – und das selbstsicher. Dabei können Coaches helfen, aber auch die Freunde und der Partner.

Der Veränderungsprozess dauert ein bis zwei Jahre

Wer zur hoch geachteten Kollegin aufsteigen will, braucht Zeit und Geduld. Nach Einschätzung von Rauen dauern solche Veränderungsprozesse ein bis zwei Jahre.

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