„Gebührenfrei“ ist nicht das einzige Kriterium. Wichtig ist, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.

Viele greifen beim Einkauf auf die Kreditkarte zurück – der Umsatz steigt stetig.
Viele greifen beim Einkauf auf die Kreditkarte zurück – der Umsatz steigt stetig.

Viele greifen beim Einkauf auf die Kreditkarte zurück – der Umsatz steigt stetig.

dpa

Viele greifen beim Einkauf auf die Kreditkarte zurück – der Umsatz steigt stetig.

Düsseldorf. Alles „gebührenfrei“: Das ist schon beinahe ein Schlachtruf vieler Kreditkartenanbieter. Doch der Kunde sollte bei der Auswahl der Karte genau hinschauen, vor allem auf seine eigenen Bedürfnisse. Die wichtigsten Auswahlkriterien und die schlimmsten Kostenfallen – ein Überblick:

Grundgebühr

Viele Kunden schauen vor allem darauf, dass der Besitz einer Kreditkarte nichts kostet. Doch dies ist nicht das entscheidende Kriterium: Der beste Anbieter in einem Vergleich aller Einzelkosten von mehr als 130 Kreditkarten ist die Netbank – gratis bietet sie grundsätzlich keine Karte an.

Erst ab 4000 Euro Jahresumsatz ist die Mastercard Classic kostenfrei. Andere Anbieter verlangen zwar nie Fixkosten bei ihrer Standard-Kreditkarte. Kostenlos weltweit Geld abheben und die attraktiven Zinsen für Guthaben und Soll katapultieren aber die Netbank in Front.

Transaktionskosten

Eine Kreditkarte einzusetzen, sollte nie teuer werden. „Wer die Karte an fremden Geldautomaten nutzt, zahlt nach wie vor teils happige Gebühren“, warnt etwa die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Ein Beispiel: Bei der grundgebührfreien „Genial-Card“ (eine Visa-Karte) der Hanseatic Bank kostet es gleich fünf Euro Gebühren, wenn Sie 100 Euro in Österreich mit der Karte abheben. Verbraucher müssen genau wissen, was sie mit der Kreditkarte tun wollen – und wo. Nicht jeder will ja kostenlos weltweit Geld abheben. Vielleicht interessieren auch nur die Kosten für den Einkauf an einer Kasse – die liegen bei null Euro.

Zinssätze

Wenn Sie ausführlichere Infos möchten, schicken Sie uns einen mit 1,45 Euro frankierten und an sich selbst adressierten Din-C 5-Umschlag an: Redaktion, Stichwort „Kreditkarten“, Postfach 10 11 32, 40002 Düsseldorf.

In allen Geschäftsstellen unserer Zeitung sowie in den WZ-Punkten in Wuppertal ist die ausführliche Textversion des Geldtipps gegen eine Gebühr von 1,50 Euro erhältlich.

Bei Kreditkarten können die Sollzinsen – wie auch beim Girokonto – zu einem finanziellen Desaster werden. So werden zwischen günstigen einstelligen und teuren zweistelligen Prozentsätzen berechnet, wenn man im Minus ist.

Aber hier kommen noch die unterschiedlichen Arten der Kreditkarten ins Spiel: Die DKB Visa in Verbindung mit dem Girokonto ist da zum Beispiel ein sehr starkes Angebot. Weltweit kostenlos Geld abheben, 1,3 Prozent Zinsen auf dem Guthaben der Visa-Card und nur 7,9 Prozent Dispo – sehr fair.

Sollzinsen können aber ganz ausgeschlossen werden. Das ist bei allen Prepaid-Kreditkarten so. Denn bei dieser Karte können Sie nur das Geld ausgeben, dass Sie zuvor als Guthaben eingezahlt haben.

Extra-Leistungen

Je billiger die Kreditkarte, desto weniger Zusatzleistungen? Das muss nicht sein. Bonusprogramme oder Auslands-Krankenversicherung bieten oft auch schon Basiskarten mit null Euro Fixkosten. Generell gilt aber, dass besondere Services auch eine höhere Grundgebühr beinhalten.

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