Das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ist prekär. Immerhin überlässt der Vermieter sein Eigentum wildfremden Menschen. Der Vermieter kann sich seine zukünftigen Mieter zwar vorher ansehen und Informationen über sie einholen. Dennoch ist es eine Vertrauensfrage, wem der Vermieter sein Eigentum im Wert von mehreren Tausend Euro zur Nutzung überlässt.

Bei einer Wohnung oder einem Haus kommt erschwerend hinzu, dass dieses Vertrauensverhältnis über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder belastet wird. Der Mieter muss zwar pfleglich mit der Mietsache umgehen, aber wo Menschen leben und arbeiten, geht auch etwas kaputt. Das können normale Schäden durch Abnutzung sein, aber manchmal gehen sie auch auf die Unachtsamkeit oder Sorglosigkeit des Mieters zurück. Spätestens, wenn es darum geht, wer für den Schaden aufkommen muss, ist Streit vorprogrammiert.

Ein anderer häufiger Streitpunkt ist die Abrechnung der Nebenkosten. Hier gibt es nähere Informationen zu den Mietnebenkosten. Nach Schätzungen des Mieterschutzbundes ist jede zweite Nebenkostenabrechnung falsch. Dabei geht es natürlich häufig um die abrechnungsfähigen Positionen, aber es gibt auch eine Reihe von Formalien zu beachten.

Die wohl bekannteste ist die Ein-Jahres-Frist, in der eine Nebenkostenabrechnung erstellt werden muss. Das heißt, dass die Nebenkosten für das Jahr 2011 bis zum 30. Dezember 2012 abgerechnet werden müssen, sonst muss der Vermieter mit Verlusten rechnen. Doch auch für die Mieter ist es nicht immer einfach. Häufig kennen sich die beiden Parteien ja nicht einmal, da gewerbliche Vermieter mit Hausverwaltungen zusammen arbeiten.

Und diese möchten die einzelnen Objekte natürlich mit möglichst geringem Aufwand betreuen. Da kann eine eigentlich kleine Meinungsverschiedenheit zu einem Gerichtsverfahren mutieren – mit den unerfreulichen, zwischenmenschlichen Auswirkungen und den hohen Kosten, die ein solches Verfahren mit sich bringt. In solchen Situationen ist es häufig besser zunächst einen Mediator einzuschalten. Das ist nicht nur billiger, sondern eine Aussprache kann auch für das weitere Mietverhältnis förderlich sein.

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