Nahrungsergänzungsmittel kritisch prüfen

Berlin (dpa/tmn) - Tabletten zur Nahrungsergänzung sind umstritten. Online bei einem dubiosen Anbieter bestellt, können sie sogar gefährlich sein. Wer trotzdem nicht darauf verzichten will, sollte zumindest bei den Inhaltsstoffen genau hinsehen.

Wenn Verbraucher im Internet Nahrungsergänzungsmittel mit unbekannten Inhaltsstoffen entdecken, sehen sie im Zweifel lieber vom Kauf ab. Denn dahinter können gesundheitlich bedenkliche Substanzen stecken. Vorsicht sei aber auch bei bekannten Inhaltsstoffen angebracht, wenn diese sehr hoch dosiert angeboten werden, erläutert der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) in Berlin. Verbraucher erkundigen sich in solchen Fällen am besten bei einem Arzt, Apotheker oder Ernährungsberater. Außerdem sollten sie überlegen, wer ihnen den Ratschlag gegeben hat, das Produkt zu kaufen.

Unseriös seien auch Werbeaussagen, die Heilung, Linderung oder eine garantierte Wirkung versprechen, warnt der BLL in einem Merkblatt zum Thema Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet. Verbraucher sollten beim Online-Kauf darüber hinaus darauf achten, dass die Verpackung der Ware neben der Verkehrsbezeichnung („Nahrungsergänzungsmittel“) auch den Stoff nennt, der sie auszeichnet, zum Beispiel „Vitamin C“.

Außerdem müsse sich eine Empfehlung zur Einnahmemenge (etwa: „1 x täglich eine Kapsel“), ein Hinweis zur maximalen Verzehrmenge, zur Lagerung und zur Ernährung finden. Letzterer könne zum Beispiel lauten: „kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechselungsreiche Ernährung“.

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