Seit 16 Jahren ist der Düsseldorfer Daniel Kreutzer Eishockey-Profi.

Die Freude eines Eishockeyprofis nach einem Tor. Daniel Kreutzer kennt sich damit aus.
Die Freude eines Eishockeyprofis nach einem Tor. Daniel Kreutzer kennt sich damit aus.

Die Freude eines Eishockeyprofis nach einem Tor. Daniel Kreutzer kennt sich damit aus.

Horstmüller

Die Freude eines Eishockeyprofis nach einem Tor. Daniel Kreutzer kennt sich damit aus.

Düsseldorf. Eis hat für Daniel Kreutzer eine besondere Bedeutung. Der jetzt 33-jährige Düsseldorfer steht von Kindesbeinen an auf Kufen, seine ersten Schritte auf der spiegelglatten Fläche machte er schon als Zweieinhalbjähriger im Eisstadion an der Brehmstraße, eine der Kultstätten im deutschen Eishockey.

Dort spielte sein zwölf Jahre älterer Bruder Christoph als Profi bei der Düsseldorfer EG, gleich nebenan betrieben die Eltern das Sportrestaurant Kreutzer. „Ich glaube, ich konnte damals besser Schlittschuhlaufen als Gehen“, sagt Kreutzer.

Die Voraussetzungen waren optimal. Nach der Schule ging es für Daniel Kreutzer aufs Eis. Früh wusste er, dass Eis für ihn eine besondere Rolle spielen würde. Es ist bis heute so geblieben. Kreutzer ist schon lange Profi, seit 16 Jahren verdient der gebürtige Düsseldorfer sein Geld auf den schnellen Kufen. Im Gegensatz zu Hobbysportlern, die sich aus Spaß an der Freud’ aufs Eis begeben, ist es für ihn Arbeit. Allerdings eine, die ihm Spaß macht.

„Anders geht es auch nicht. Nur wenn man sich mit dem Sport identifiziert, kann man ihn in dieser Form ausüben“, sagt Daniel Kreutzer, der nach diversen Stationen in Deutschland seit zehn Jahren in fast 900 Partien wieder für seinen Stammverein, die DEG, spielt.

Die Eiszeit dauert vom Sommer bis zum Frühjahr

Vom Sommer bis zum Frühjahr dauert die Eiszeit, damals war es in den Eishallen noch eiskalt, heutzutage wird meist in modernen Arenen gespielt, in denen der Komfort zeitgemäß ist, um die Zuschauer anzulocken.

Ein guter Rat kommt von Walter Köberle, dem Sportlichen Leiter der Düsseldorfer EG. „Bei den ersten Versuchen sollte als Begleitung jemand dabei sein, der sich auskennt und einem Tipps geben kann. Je früher man mit dem Schlittschuhlaufen beginnt, desto besser ist es.“

Ungeübt aufs Eis, das ist eine spiegelglatte Angelegenheit, schmerzhafte Stürze sind meist garantiert. Allein schon deshalb gilt, dass Fitness an erster Stelle stehen sollte.

„Fit wie ein Eishockeyspieler“ – das ist für den Hobbysportler zwar kaum realisierbar, aber es gibt abgestufte Vari- anten, die während der kalten Jahreszeit in der freien Natur, auf der Eisbahn und im Studio erreicht werden können. Zum einen ist das auch im Winter mit angepasster Kleidung Walking oder Jogging, zum anderen ein Trainingszirkel an Geräten. Dies praktizieren auch die Eishockeyspieler während der wöchentlichen Einheiten, nur die Intensität ist eine andere.

Aber trotzdem, Eis ist für den Profi nicht gleich Eis. Je nach Kühlung und Außentemperatur ist es härter oder weicher. „Für uns Profis ist es besser, wenn das Eis hart ist, dann läuft die Scheibe besser, und man kann selbst auch besser gleiten“, sagt Kreutzer. „Wenn der Untergrund zu weich ist, verspringt der Puck schneller. Außerdem ist das Laufen anstrengender.“

Von klein auf ist Daniel Kreutzer zwar schon mit dem Eishockeysport verbandelt, aber nicht verheiratet. Der Sport lässt ihm Zeit, sich um die Familie zu kümmern. „Sie ist ganz klar das Wichtigste für mich. Meine Frau und meine beiden Kinder sind ein ganz großer Bestandteil meines Lebens, den ich nicht mehr missen möchte“, sagt Kreutzer.

„Meine Große ist mittlerweile fünf Jahre alt und absolut ballettbegeistert. Es passt irgendwie nicht zum Eishockey, aber das ist völlig egal. Ich bin jetzt schon gespannt, wofür sich die Kleine später mal begeistern wird.“

Weihnachten und Silvester verbringt Kreutzer zu Hause

Daniel Kreutzer ist mit der Mannschaft der Düsseldorfer EG zwar oft auf Tour – 26 Auswärtsspiele in ganz Deutschland gibt es in einer Saison – aber auch häufig zu Hause. Die Monate Dezember und Januar bescheren seinem Team neun Heimspiele, Weihnachten und Silvester werden zu Hause verbracht.

„Ich versuche, so viel Zeit wie möglich mit meiner Frau und meinen Töchtern zu verbringen. Wir gehen oft zum Spielplatz. Es gibt nichts Schöneres, als nach Hause zu kommen und zu wissen, dass man vermisst wurde.“

In Düsseldorf ist Daniel Kreutzer eine Eishockey-Institution. Der ehemalige Nationalstürmer ist seit Jahren Kopf der Mannschaft und Kapitän seines Teams. Fitness steht für ihn und seine Mannschaftskollegen an erster Stelle, ob Sommer, ob Winter. Außerhalb der Saison beim Trockentraining ohne Eis ebenso wie in der Saison.

Fitness ist das Wichtigste für einen Profi, um auf hohem Niveau spielen zu können. Daniel Kreutzer hat das sein ganzes Sportlerleben beherzigt und sich damit seinen Traum erfüllt.

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