Von Vera Zischke
Das Haushaltsbuch: Ein nützliches Instrument feiert Auferstehung. Es deckt unnötige Ausgaben auf.
Shopping, Versicherungen, Lebensmittel – die wenigsten Menschen wissen aus dem Stegreif, wofür sie das meiste Geld ausgeben. Private Buchführung hilft, den Überblick zu bekommen.
Shopping, Versicherungen, Lebensmittel – die wenigsten Menschen wissen aus dem Stegreif, wofür sie das meiste Geld ausgeben. Private Buchführung hilft, den Überblick zu bekommen.
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Shopping, Versicherungen, Lebensmittel – die wenigsten Menschen wissen aus dem Stegreif, wofür sie das meiste Geld ausgeben. Private Buchführung hilft, den Überblick zu bekommen.
Düsseldorf. Wofür gebe ich das meiste Geld aus? Müssen alle meine Fixkosten auch wirklich sein? Wie viel sollte ich am Ende des Monats übrig haben? Wer wissen möchte, ob er mit seinem monatlichen Budget besser auskommen könnte, für den lohnt sich ein Haushaltsbuch.
Zwar ist die private Budgetplanung in den vergangenen Jahren ein wenig aus der Mode gekommen. Doch wer eine zeitlang Buch über seine Ausgaben führt, kann erstaunliche Entdeckungen machen. „Oft sind die Leute überrascht, wenn sie sich vor Augen führen, wofür sie ihr Geld ausgeben“, sagt Frank Lackmann von der Verbraucherzentrale.
Wenn das Budget nicht reicht, gibt es dafür drei Möglichkeiten
Lackmann, Experte für Schuldnerberatung und Budgetplanung weiß: „Wenn am Ende des Monats zu wenig übrig bleibt, obwohl man gut verdient, gibt es dafür drei Möglichkeiten.“ Erstens sei es möglich, dass man für das Nötigste zu viel ausgibt. „Dann muss man sich überlegen, ob man die Lebensmittel mal beim Discounter statt im Bioladen kauft.“ Zweitens könnten unnötige Fixkosten bestehen. „Viele Paare haben zwei Haftpflichtversicherungen, obwohl der Partner jeweils mitversichert ist.“
Drittens sei es schlichtweg möglich, dass das Budget unwissentlich verpulvert wird, indem permanent kleine Beträge etwa für den teuren Kaffee zum Mitnehmen oder den Schokoriegel am Bahnhof ausgegeben werden.
Welcher Typ bin ich? Diese Frage muss erst geklärt werden
Wer wissen will, welches Muster auf ihn zutrifft, welcher Geld-Typ er also ist, sollte zunächst alle festen Einnahmen (Einkommen, Zinsen, Kindergeld) und Ausgaben (etwa für Miete, Telefon, Versicherungen) auflisten.
Wo kann ich im Alltag sparen? Das offenbart das Haushaltsbuch
Frage: Ich bin 54 Jahre alt und möchte ab Januar 2012 monatlich 100 Euro sparen, um Kapital für einen Autokauf anzusammeln. Zu Beginn meiner Berufstätigkeit gab es eine Sparform: sechs Jahre sparen und ein Jahr ruhen. Gibt es so etwas heute noch?
Antwort von Finanzberater Thomas Teske: Sie meinen das Sparen im Sinne der Vermögenswirksamen Leistungen. Ja, das gibt es immer noch. Hier sollte aber vorab das zu versteuernde Jahres-Einkommen geklärt werden, bevor man Ihnen einen Rat geben kann. Immerhin steuert die Höhe des zu versteuerndes Einkommens die Beurteilung und damit auch die Produktart, ob Sie eine bestimmte Prämienform des Staates erhalten oder nicht. Diese Prämie steuert extrem die Renditeentwicklung Ihrer möglichen geplanten Anlageart, Form und Spardauer.
05.11. Das Haushaltsbuch
07.11. Sparbuch-Alternative
08.11. Stichtag 30.11.
09.11. Raus aus den Schulden
10.11. Richtig feilschen
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12.11. Rabatte in der Freizeit
14.11. Das richtige Girokonto
15.11. Günstig mobil 16.11. Die Sucht nach Glück
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19.11. Bei den Superreichen
21.11. Der richtige Berater
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28.11. Krankenversicherung
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30.11. Energie sparen
01.12. Alternative Anlagen
02.12. Mieten oder kaufen?
03.12. Die Steuererklärung
„Häufig werden Quartals- und Jahreszahlungen vergessen, wie etwa die alle drei Monate anstehenden Rundfunkgebühren oder Vereinsbeiträge“, sagt Lackmann. Wer die nicht einkalkuliert, kann eiskalt erwischt werden.
Wer am Ende der Kostenaufstellung feststellt, dass er eigentlich viel übrig haben müsste, aber dennoch immer klamm ist, muss bei den variablen Ausgaben ansetzen.
„Dabei muss ich wirklich penibel sein und jede Kleinigkeit notieren, die ich kaufe“, rät Lackmann. Denn nicht immer wird das meiste Geld auch für die wichtigsten Dinge ausgegeben. Kleidung, Tabak und Kosmetikartikel können unbemerkt kräftig zu Buche schlagen.
Mit Hilfe des Haushaltsbuches, das mindestens drei Monate geführt werden sollte, kann nachjustiert werden.
Wie viel muss am Monatsende übrig bleiben?
Die Verbraucherzentrale rät dazu, dass pro Monat mindestens 350 Euro übrig bleiben sollten. So sei sicher gestellt, dass auch ungeplante Kosten, etwa für eine neue Waschmaschine oder eine Autoreparatur, aufgefangen werden können.
Raten für Kredite sollten nicht mehr als 15 Prozent des Einkommens ausmachen.
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