Mehr als 100 Euro im Jahr kann man durch die Wahl einer günstigen Bank sparen.

Viele Kunden wissen nicht, was ihr Konto kostet. Doch durch einen Wechsel kann man sparen.
Viele Kunden wissen nicht, was ihr Konto kostet. Doch durch einen Wechsel kann man sparen.

Viele Kunden wissen nicht, was ihr Konto kostet. Doch durch einen Wechsel kann man sparen.

dpa

Viele Kunden wissen nicht, was ihr Konto kostet. Doch durch einen Wechsel kann man sparen.

Düsseldorf. Gehalt, Miete, Versicherungsprämien, Einkäufe mit der Kreditkarte: Alles funktioniert bargeldlos übers Konto. Rund 2000 Sparkassen und Banken bieten in Deutschland Girokonten an und lassen sich diesen Service zum Teil üppig bezahlen. Durch einen Wechsel kann der Kunde viel Geld sparen.

Zwischen der teuersten und der günstigsten Bank liegen für den Musterkunden im Kontovergleich auf www.biallo.de fast 170 Euro im Jahr. Auch die Stiftung Warentest kommt in einem aktuellen Vergleich zu einem Sparpotenzial im dreistelligen Bereich.

Eine Strichliste über die Konto-Nutzung führen

Viele Kunden wissen allerdings überhaupt nicht, was sie ihr Konto kostet. Also: Bilanz ziehen, Kontoauszüge durchschauen und zusammenzählen, was die Bank an Gebühren berechnet hat. Wer mehr als 100 Euro im Jahr zahlt, sollte sich auf jeden Fall ein neues Konto suchen.

Wer einmal dabei ist, sollte gleich notieren, welche Sollzinsen die Bank für das gelegentliche (oder ständige) Überziehen des Kontos in Rechnung stellt. Und, falls auch Guthaben verzinst werden, wie hoch die Habenzinsen sind. Denn bei der Wahl einer Bank kann der Zinssatz des offerierten Dispokredits eine Rolle spielen.

Wenn die Kontoauszüge schon mal auf dem Tisch liegen: Führen Sie eine Strichliste, wie oft Sie Geldautomaten nutzen, wie viele Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften über Ihr Konto abgewickelt werden, wann Sie Kredit- oder EC-Karte zum Kauf einsetzen.

Was ist unter Beachtung der derzeitigen Finanzlage für Berufsanfänger die sicherste und möglichst renditeträchtigste Altersvorsorge?


Antwort von Finanzberater Thomas Teske:
Auch hier kommt es wieder auf die Risikoneigung des Betroffenen an. Wenn Sie von „sicherer“ Kapitalanlage sprechen, so rate ich direkt zu einem kleinen Sparbuch. Sichere und renditestarke Produkte miteinander in Einklang zu bringen, ist in der heutigen Zeit kaum möglich. Eine kleine Lösung wäre für einen Berufsanfänger die Nutzung der Vermögenswirksamen Leistungen in Kombination mit der Wohnungsbauprämie. Ein Einzahlungszeitraum von sieben Jahren ist Voraussetzung. Das zu versteuernde Einkommen darf pro Jahr nur eine bestimmte Größe erreichen. Aber auch hier gilt: finanzmathematisch korrekt rechnen und vergleichbar darstellen. Das kann nur nach Leistung in Zeit geschehen und über den Barwert. Ein Vergleich nur über die Preisangabenverordnung ist nicht immer korrekt.

Goldene Regel: Die Kontoverbindung muss funktionieren, sonst gibt es Riesenprobleme. Deshalb gilt beim Wechsel der Bankverbindung eine goldene Regel: Überstürzen Sie nichts, gehen Sie Schritt für Schritt vor.


Schritt Nummer 1:
Beantragen Sie bei der neuen Bank ein Girokonto.


Schritt Nummer 2: Überweisen Sie Geld auf Ihr neues Konto, testen Sie mit ein paar Aufträgen (Überweisung, Lastschrift), wie gut der Service funktioniert.

 

Schritt Nummer 3: Stellen Sie alle Dauer- oder Lastschriftaufträge und Abbuchungen um. Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber die neue Kontonummer mit – ganz wichtig, sonst saust das neue Konto sofort ins Minus. Schauen Sie in alte Kontoauszüge – dann haben Sie einen guten Überblick, wer informiert werden muss (Versicherungen, Telekom, Vereine, Gewerkschaft). Achtung: Planen Sie genug Zeit ein.

 

Schritt Nummer 4: Lassen Sie altes und neues Konto ein Vierteljahr parallel laufen. Das spart Ärger, wenn ein Scheck noch nicht eingelöst war oder eine Einzugsermächtigung übersehen wurde.

 

Schritt Nummer 5: Lösen Sie das alte Konto auf. Für den Kunden gelten keine Kündigungsfristen, die Bank darf keine Gebühren verlangen.

Ziehen Sie mindestens für drei, besser für sechs Monate Bilanz. Dann wissen Sie genau, ob Sie ein Wenig-, Normal- oder Vielnutzer sind – und können in einem Kontovergleichsrechner im Internet die richtigen Vorgaben machen, um einen realistischen Kostenvergleich zu erhalten.

Danach sollte man sich selbst noch ein paar Fragen beantworten: Muss die Bank am Wohnort sein, brauche ich persönlichen Service am Schalter, hole ich Geld meist am Geldautomaten, auch in anderen Städten, weil ich viel unterwegs bin? Will ich mein Konto am PC führen?

Klären, ob es Sonderkonditionen gibt

Denn was nützt zum Beispiel eine besonders preiswerte Bank, die aber kaum Geldautomaten hat – Sie aber mindestens zweimal in der Woche mit Ihrer EC-Karte am Bankomaten stehen?

Denn während bei der eigenen Bank oder den zum Verbund gehörenden Partnerbanken die Abhebung am Bankomat kostenlos ist, sind am Automaten einer fremden Bank oft Gebühren fällig – die zwischen knapp zwei und fast acht Euro liegen können.

Klären Sie, ob Sonderkonditionen für Sie infrage kommen. Spezielle Tarife gibt es für Studenten oder Senioren, bei einer Reihe von Banken ist das Konto kostenlos, wenn jeden Monat eine bestimmte Summe gutgeschrieben wird, oder es gibt sogar Zinsen.

Online-Banking bietet viele Vorteile

Prüfen Sie, wie viel billiger Onlinebanking ist. Kontoauszüge mit dem aktuellen Guthabenstand holt man sich damit ebenso auf den heimischen Computerbildschirm, wie man Überweisungen ausführt oder sein Geld aufs Investmentkonto umbucht. Weitere Vorteile: Die Bank ist rund um die Uhr erreichbar, das Ausfüllen der Aufträge ist bequem und man hat jederzeit einen guten Überblick übers Konto – und man spart eine Menge Geld.

Die Gebühren für Online-Banking betragen einen Bruchteil der normalen Kosten. All das spricht für Onlinebanking – nur mit dem Computer sollte man klarkommen. Die Sicherheit ist hoch, mit den neuesten Systemen werden die Freigabenummern (TANs) für Aufträge zum Beispiel per SMS aufs Handy geschickt.

Girokonten: Die besten Konditionen bietet Ihnen stets aktuell unser interaktiver Vergleich:

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