Wer Fassaden dämmt oder eine neue Heizung einbaut, spart bares Geld.

Gut gedämmt – so zeigt sich das Kanzleramt in Berlin, aufgenommen mit einer Thermobildkamera. Ganz anders als der Passant im Vordergrund. Die verschiedenen Temperaturen werden durch Farben dargestellt: Weiß, Gelb und Rot sind wärmer als Lila, Blau und Türkis.  Fotos (2): dpa
Gut gedämmt – so zeigt sich das Kanzleramt in Berlin, aufgenommen mit einer Thermobildkamera. Ganz anders als der Passant im Vordergrund. Die verschiedenen Temperaturen werden durch Farben dargestellt: Weiß, Gelb und Rot sind wärmer als Lila, Blau und Türkis. Fotos (2): dpa

Gut gedämmt – so zeigt sich das Kanzleramt in Berlin, aufgenommen mit einer Thermobildkamera. Ganz anders als der Passant im Vordergrund. Die verschiedenen Temperaturen werden durch Farben dargestellt: Weiß, Gelb und Rot sind wärmer als Lila, Blau und Türkis. Fotos (2): dpa

Tim Brakemeier, Bild 1 von 2

Gut gedämmt – so zeigt sich das Kanzleramt in Berlin, aufgenommen mit einer Thermobildkamera. Ganz anders als der Passant im Vordergrund. Die verschiedenen Temperaturen werden durch Farben dargestellt: Weiß, Gelb und Rot sind wärmer als Lila, Blau und Türkis. Fotos (2): dpa

Wuppertal. Energiefresser wissen sich zu tarnen. Sie verstecken sich zwischen Fensterrahmen und Hauswand oder in dünnen Backsteinwänden aus der Nachkriegszeit. Auch die Ölheizung anno 1970 ist ein guter Platz. Da bis zu 85 Prozent der Energie in einem Haushalt in die Erzeugung von Wärme und Warmwasser fließen, sollten Haus- und Wohnungseigentümer rechtzeitig tätig werden.

Mit offenen Augen durchs Haus gehen

„Man muss einmal mit offenen Augen durchs Haus gehen“, rät Günter Neunert, Energieberater bei der Energieagentur NRW. Haben die Fenster nur eine Einfachverglasung? Bewegt sich die Gardine? Wie steht es um die Dichtungsgummis?

„Hier lässt sich einfach Abhilfe schaffen“, meint der Diplom-Ingenieur. Oft reiche es, die Gummis auszutauschen oder mit wenig Aufwand die Rollladenkästen zu dämmen.

Ein Grad mehr bedeutet sechs Prozent mehr Energieverbrauch

Vor der Sanierung der Immobilie sei es sinnvoll, das Nutzerverhalten zu überprüfen. Wie steht es zum Beispiel um die Raumtemperatur? „Ein Grad mehr im Raum bedeutet sechs Prozent mehr Energieverbrauch“, rechnet Neunert vor.

Wer seine Thermostate richtig einstelle, moderne Modelle einbaue oder über eine automatische Nachtabschaltung oder -absenkung der Heizung nachdenke, spare Geld. „Allerdings sollten die Räume nicht unter 16 bis 17 Grad auskühlen. Sonst ist der Energieverbrauch am nächsten Tag zu hoch, um wieder die gewünschte Temperatur zu erreichen.“

Der Staat hilft mit günstigen Krediten und Zuschüssen

Aufwendiger ist es, ein altes Gebäude – etwa aus den 1960er oder 1970er Jahren – energetisch zu sanieren. „Wenn man daraus einen ,Neubau’ machen will, sollten Fassaden und Dach gedämmt werden“, sagt Neunert. Aufgrund ihres hohen Flächenanteils mit rund 25 Prozent tragen sie zu den Energieverlusten eines Gebäudes bei.

Der Staat unterstützt Energiesparmaßnahmen

Wichtig ist die richtige Heizung. „Wenn die Räume vorhanden sind, ist eine Holzpelletheizung eine gute Alternative“, meint der Energie-Experte. Das System ist nahezu CO2-neutral, und der Eigentümer könne den Anbieter wie beim Öl frei wählen.

Generell kosten neue Heizungen oder Solarstromanlagen schnell mehrere 10 000 Euro. Der Staat unterstützt Energiesparmaßnahmen jedoch mit günstigen Krediten und Zuschüssen. Wer das Geld richtig einsetzt, hat seine Kosten also nach einigen Jahren wieder raus.

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