Immer mehr setzen auf Öko und wechseln den Anbieter.
Windkraftanlagen des Windparkes am Druiberg bei Dardesheim, wo die etwa 1000 Einwohner ihren eigenen Strom aus Wind, Sonne und Biomasse produzieren.
Düsseldorf. Angesichts der Atomkatastrophe interessieren sich immer mehr für Ökostrom. „Für den Wochenbeginn registrieren wir ein um 60 Prozent höheres Interesse an Ökostromtarifen als an normalen Tagen“, sagte Daniel Dodt vom Verbraucherportal „Toptarif“ gestern.
Doch wie erkennen Wechselwillige, woher ihr Strom kommt? Die Antwort liefert die Stromkennzeichnung, erklärt Peter Blenkers von der Verbraucherzentrale NRW. Der Strom-Mix zeige auf, aus welchen Energiequellen der bezogene Strom kommt. Kunden finden ihn meist als „Tortendiagramm“ in den Unterlagen ihres Versorgers.
Drei Label zeigen, dass der Strom umweltfreundlich produziert ist
Wer atomfreien Strom beziehen möchte, findet den Strom-Mix zu jedem Tarif über die verschiedenen Vergleichsrechner im Internet.
Bei der Wahl eines neuen Ökostromanbieters sollten Verbraucher deshalb darauf achten, dass der Versorger in den Ausbau der erneuerbaren Energie investiere. „Denn nur dann entsteht auch ein zusätzlicher Nutzen für die Umwelt.“ Erkennen könnten Verbraucher solche Unternehmen an den entsprechenden Kennzeichnungen, sagt der Experte. Drei „Label“ bestätigen, dass der Strom umweltfreundlich produziert wurde: das Ok-Power-Label, Tüv-Zertifikate und das Grüner Strom Label.

