Spezielle Agenturen handeln im Auftrag von Herstellern.

Bewertungsportale können nützlich sein. Aber wer eine Anschaffung plant, verlässt sich besser nicht ausschließlich auf sie.
Bewertungsportale können nützlich sein. Aber wer eine Anschaffung plant, verlässt sich besser nicht ausschließlich auf sie.

Bewertungsportale können nützlich sein. Aber wer eine Anschaffung plant, verlässt sich besser nicht ausschließlich auf sie.

dpa

Bewertungsportale können nützlich sein. Aber wer eine Anschaffung plant, verlässt sich besser nicht ausschließlich auf sie.

Berlin. Lobhudelei oder allzu geschliffene Formulierungen: Offensichtlich gefälschte Produktbewertungen und Erfahrungsberichte kennen viele Verbraucher inzwischen. Doch längst gibt es spezielle Agenturen, die im Auftrag von Herstellern glaubwürdigere, aber ebenso falsche Bewertungen für Fernseher, Handys, Restaurants oder Reisen platzierten, berichtet „Audio Video Foto Bild“ (Ausgabe 6/12). Testweise hatte die Zeitschrift als Hersteller getarnt zwei der zweifelhaften Dienstleister mit dem Veröffentlichen von Bewertungen in populären Online-Shops beauftragt. Dort sei keine der 100 platzierten Bewertungen als Fälschung erkannt worden.

Dienstleister greifen auf Datenbanken zurück

Ein Indiz für gefälschte Bewertungen kann die Verwendung von Pseudonymen statt richtiger Namen sein. Schreibt jemand in kurzer Zeit viele Bewertungen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Fälschungen, so die Experten. Auch bei sehr kurzen Beiträgen oder sehr langen Bewertungen mit endlosen Herstellerangaben sollte man stutzig werden. Gleiches gelte für den Versuch, Mängel zu entkräften, die von mehreren anderen ausdrücklich kritisiert wurden.

Die Agenturen gehen den Angaben zufolge geschickt vor. Damit niemand Verdacht schöpft, wird pro Shop maximal eine Bewertung pro Tag lanciert. Die Dienstleister griffen auf Datenbanken mit tausenden Benutzerkonten zurück, die ständig vergrößert würden. Zudem böten die Fälscher-Agenturen sogenannte Monitoring-Verträge an: Tauchen negative Kommentare auf, reagieren sie mit positiven Rezensionen.

Bei den meisten Shops reicht es, sich mit E-Mail-Adresse als Kunde zu registrieren, um Bewertungen abgeben zu können. Einige Händler versprechen den Angaben zufolge zwar Prüfungen: Nach ein bis zwei Tagen seien aber alle fingierten Bewertungen und Berichte online gegangen. dpa

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