Nach dem Besuch des originalgetreu eingerichteten KGB-Museums im obersten Stockwerk des Hotels kehren einige Besucher nun gern in der «Valuutabaar» ein. Foto: Sokos Hotel Viru/Kaarel Mikkin
Nach dem Besuch des originalgetreu eingerichteten KGB-Museums im obersten Stockwerk des Hotels kehren einige Besucher nun gern in der «Valuutabaar» ein. Foto: Sokos Hotel Viru/Kaarel Mikkin

Nach dem Besuch des originalgetreu eingerichteten KGB-Museums im obersten Stockwerk des Hotels kehren einige Besucher nun gern in der «Valuutabaar» ein. Foto: Sokos Hotel Viru/Kaarel Mikkin

dpa

Nach dem Besuch des originalgetreu eingerichteten KGB-Museums im obersten Stockwerk des Hotels kehren einige Besucher nun gern in der «Valuutabaar» ein. Foto: Sokos Hotel Viru/Kaarel Mikkin

Tallinn/Riga (dpa/tmn) - Her mit den Devisen! Wer wissen will, wo Touristen in der Sowjetunion ihre westliche Währung vertrinken konnten, kann jetzt in Tallinn eine (fast) echte Valuutabaar besuchen.

Gäste und Besucher des Hotels «Viru» in der estnischen Hauptstadt Tallinn können neuerdings wieder einen Abstecher ins sowjetische Nachtleben unternehmen. In dem ehemaligen Vorzeige-Hotel der Intourist-Kette eröffnete am Freitag die «Valuutabaar» (zu deutsch: «Devisenbar»). Angelehnt an ihr historisches Vorbild aus der Sowjetzeit können Gäste an Tischen mit festinstallierten Telefonen zu politisch korrekter Musik originalgetreue Cocktails aus den 1970er und 1980er Jahren genießen.

«Wir wollen weder Nostalgie betreiben noch die Vergangenheit glorifizieren, sondern unsern Besuchern die damalige Zeit vor Augen führen und greifbar machen», sagte Hotelsprecher Peep Ehasalu der Nachrichtenagentur dpa. Während des Kommunismus konnten in Devisenbars Touristen nur mit westlicher Währung bezahlen, während Einheimische nur in ausländischer Begleitung Zutritt hatten und auch mit Rubeln nichts bestellen konnten.

Bis vor rund 20 Jahren gehörte Estland zur Sowjetunion. Damals wurden in dem 1972 eröffneten, klotzigen Hotelhochhaus mit mehr als 20 Etagen vornehmlich Gäste aus dem nicht-sozialistischen Ausland untergebracht. Gut versteckt hatte der sowjetische Geheimdienst KGB deshalb im obersten Stockwerk auch eine Spionagezentrale mit Sende- und Funkstation installiert. Seit dem vergangenem Jahr befindet sich dort ein Museum, das so eingerichtet ist, wie die Agenten 1991 den Raum zurückgelassen haben. Die Museumsführungen enden nun in der «Valuutabaar».

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