An Bord des Ozeanriesen „Mein Schiff 2“ geht es ab Dubai quer durch den Persischen Golf.

Mit „Mein Schiff 2“ geht es durch den Persischen Golf – unter der Regie von Kapitän Michael Block auf der Brücke.
Mit „Mein Schiff 2“ geht es durch den Persischen Golf – unter der Regie von Kapitän Michael Block auf der Brücke.

Mit „Mein Schiff 2“ geht es durch den Persischen Golf – unter der Regie von Kapitän Michael Block auf der Brücke.

Im Oman: Momentaufnahme vom Landausflug – in der historischen Festung Nakhal wird Kunsthandwerk angeboten.

Mit „Mein Schiff 2“ geht es durch den Persischen Golf – unter der Regie von Kapitän Michael Block auf der Brücke.

stefan melneczuk, Bild 1 von 3

Mit „Mein Schiff 2“ geht es durch den Persischen Golf – unter der Regie von Kapitän Michael Block auf der Brücke.

Michael Block ist ein Freund deutlicher Worte und verantwortlich für fast 3000 Menschen an Bord. „Im Vergleich zu einem Frachter ist das hier Raumschiff Enterprise“, sagt der Kapitän auf der Brücke – und meint damit den Ozeanriesen „Mein Schiff 2“ auf seinem Weg durch den Persischen Golf.

Eine schwimmende Stadt – 262 Meter lang

Im November 2012 ging es für die schwimmende Stadt der TUI Cruises, die 262 Meter lang und 32 Meter breit ist, von der Metropole Dubai aus erstmals in den Orient: Die Häfen von Muscat im Oman und Abu Dhabi, Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, werden ebenso angesteuert wie das Königreich Bahrain mit der Hauptstadt Manama als Visitenkarte aus purem Gold.

„Im Vergleich zu einem Frachter ist das hier Raumschiff Enterprise.“

Kapitän Michael Block über nautische Herausforderungen

Was auf den ersten Blick nach einem orientalischen Märchen aussieht, ist auch eins auf den zweiten Blick – auch wenn sich das Weltgeschehen auf dieser Kreuzfahrt immer mal wieder am Horizont blicken lässt, wenn sich der Ozeanriese das türkisfarbene Meer mit Patrouillen- und Kriegsschiffen teilt.

In der Straße von Hormus zeigt sich das Weltgeschehen

Auch durch iranische Hoheitsgewässer geht es für Michael Block und seine Mannschaft auf dem Weg durch die Straße von Hormus – mit Kurs auf Abu Dhabi. Den Start- und Zielpunkt Dubai lassen die fast 2000 Passagiere auf dieser Strecke erst einmal „links liegen“. Wer kann das mit Blick auf diese Boomstadt schon von sich behaupten? Und natürlich gehören auch Tagesausflüge und Landgänge zum Programm der Kreuzfahrt. Jeder Passagier kann für sich entscheiden, was ihm am liebsten ist: Basar- und Moscheebesuche sind ebenso möglich wie Stadtrundfahrten und exklusive Ausflüge – gerade auch in den Metropolen, die mit sprudelnden Ölquellen reich geworden sind.

1001 Nacht in Abu Dhabi – für 12 000 Dollar pro Nacht

1001 Nacht würde man am liebsten im „Emirates Palace“ verbringen – das Hotel der Hauptstadt Abu Dhabi steht für orientalischen Prunk, der normal sterbliche Europäer erst einmal sprachlos macht. Da ist es fast schon tröstlich zu wissen, dass bei Kosten von 12 000 Euro pro Nacht selbst Stars wie Demi Moore, Brad Pitt, George Michael oder Robert de Niro nicht ewig hier logieren könnten.

Emirates fliegt zweimal täglich von Düsseldorf nach Dubai. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Düsseldorf seit März 2001 bedient, bietet dort Anschlussmöglichkeiten in den Mittleren Osten, nach Australien, Neuseeland, Indien, Asien und Afrika. Der Flug nach Dubai dauert etwa sechseinhalb Stunden. Der Transfer vom Flughafen zum Schiff erfolgt in Bussen. www.duesselorf-
international.de

„Mein Schiff 2“ verfügt über 956 Kabinen. Gut die Hälfte haben entweder einen Balkon oder eine Veranda.

TUI Cruises plant 2014 eine Flottenerweiterung. In Finnland wird derzeit ein weiteres Kreuzfahrtschiff gebaut, mit 1250 Kabinen auf 15 Decks. „Mein Schiff 1“ und „Mein Schiff 2“ sind hingegen Umbauten. Das Schiff auf der Strecke im Persischen Golf kann maximal 1912 Passagiere aufnehmen. www.tuicruises.com

Da ist die Brücke des Kreuzfahrtschiffs schon etwas schlichter: Den Persischen Golf als flaches Gewässer mit einem Tiefgang von 8,50 Meter zu bereisen, erfordert absolute Konzentration. Mindestens drei Mann müssen auf der Brücke sein, das Team zählt neun Nautiker.

Sicherheit steht an erster Stelle

Sicherheit spielt auch mit Blick auf die anderen Schiffe im Golf eine entscheidende Rolle – auch wenn ein Ozeanriese für ein Enter-Manöver wohl definitiv drei Nummern zu groß wäre, wie Michael Block erklärt. „Ich setze da auf die Vernunft der Piraten.“ Privat zieht der Kapitän – er ist gebürtiger Bochumer – in vermeintlich unwirtlichere Gefilde: Sein Zuhause hat Block an der Westküste Schottlands gefunden.

Für die Passagiere an Bord ist das auf ihrer Orientreise freilich nur eine Randnotiz. Aber auch ihnen entgehen sie natürlich nicht, den Sicherheitskontrollen vor und nach jedem Landgang. Vor allem die Teilnahme an der Seenotrettungsübung wird per Namensliste überaus genau kontrolliert. Und während die Passagiere in den Häfen entweder von Bord gehen und den Orient erkunden oder es sich auf Deck und in der Wellness-Oase gutgehen lassen, geht der Hochbetrieb hinter den Kulissen „ihres“ Schiffs weiter:An Bord arbeiten knapp 800 Besatzungsmitglieder aus 50 Nationen – 600 davon im Hotelbetrieb. Auch in der Wäscherei an Bord kommt keinerlei Langeweile auf: Pro Tag sind rund 5000 bis 6000 Handtücher zu waschen.

Und auch diese Zahl steht aus Sicht eines Westeuropäers mittlerweile für 1001 Nacht: Wie Reiseführer Yussuf bei der Busfahrt durch den Oman nicht ohne Stolz verrät, kostet der Liter Sprit hier nur 26 Cent. Noch ein Stoff, aus dem Träume sind.

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