Der Rennwagen F1 W03 vom Team Mercedes AMG mit den Fahrern Nico Rosberg (l) und Michael Schumacher (r). Foto: Mercedes AMG
dpaDer Rennwagen F1 W03 vom Team Mercedes AMG mit den Fahrern Nico Rosberg (l) und Michael Schumacher (r). Foto: Mercedes AMG
| Fahrer / Startnr: | Michael Schumacher (Deutschland) / 7 |
| Nico Rosberg (Deutschland) / 8 | |
| Teamchef: | Ross Brawn |
| Mercedes-Motorsportchef: | Norbert Haug |
| Technischer Direktor: | Bob Bell |
| Hauptquartier: | Brackley (England) |
| Bolide: | MGP W03 |
| Motor: | Mercedes Benz FO108Z |
| F1 Debüt: | 2010 Bahrain |
| Saison 2011: | 4. der Konstrukteurs-WM |
| Homepage: | www.mercedes-amg-f1.com |
| Twitter: | http://dpaq.de/J8ze0 |
| Facebook: | http://dpaq.de/x76z8 |
BOLIDE
Mit dem F1 W03 sollen Rekord-Weltmeister Michael Schumacher und sein Teamkollege Nico Rosberg endlich regelmäßig in die Phalanx der Top-Teams Red Bull, Ferrari und McLaren einbrechen. «Die Hoffnung ist sehr, sehr groß, dass dies ein großer Schritt nach vorne für uns ist», sagte Rosberg über den neuen Silberpfeil. Vor allem der geheimnisumwitterte W-Schacht könnte sich als technischer Coup erweisen. Mercedes bestreitet aber dessen Existenz. Auf Fotos und Videos ist das Loch, das die Luftströmung optimieren soll, an der Nasenspitze jedoch deutlich zu erkennen. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sieht sich mit dem Gesamtpaket auf den richtigen Weg: «Unserem Motor sagt man nach, er sei der beste. Unserem KERS sagt man nach, es sei das beste. Das wollen wir mit unserem Fahrzeug auch schaffen.»
FINANZEN
Der Autobauer Daimler stellt trotz der bisherigen Sieglosigkeit seines Mercedes-Rennstalls das Formel-1-Engagement weiterhin nicht infrage. «Wir sind diesem Sport langfristig verbunden», Vorstandschef Dieter Zetsche. Er räumte ein, das Abschneiden in den vergangenen zwei Jahren sei nicht zufriedenstellend gewesen. Mercedes tritt seit 2010 als Werksteam an. Der Automobilkonzern hatte den BrawnGP-Rennstall nach dessen WM-Gewinn 2009 übernommen.
SAISONZIEL
Der WM-Titel ist kein Thema, aber der Vorstoß in die Top 3 fast schon ein Muss. Nach bislang enttäuschenden Platzierungen in der Konstrukteurs-Wertung steht Mercedes gehörig unter Druck. «Einen Sprung von vier auf eins gibt es normalerweise nicht, aber wir wollen den Countdown ansetzen: 4, 3, 2, 1», gab Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug als Zeitplan für die kommenden Jahre vor. Geht Haugs Rechnung auf, müsste Mercedes 2014 Weltmeister werden.
PROGNOSE
Bei den Tests entpuppte sich der F1 W03 als vielversprechend. «Das Auto hat sich von Beginn an gut angefühlt», urteilte Michael Schumacher. Auch wenn sich erst nach ein paar Rennen das wahre Kräfteverhältnis zeige, könne er doch sagen, dass «das Feld enger zusammen ist als es war». Glaubt man Schumacher, könnten die Silberpfeile bereits 2012 wieder regelmäßig die Podiumsplätze angreifen. Und wer will einem Rekord-Weltmeister schon widersprechen?
(Stand: März 2012)
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