Von Jörg Strohschein
mit einem Kommentar von Olaf Kupfer
Ralf Rangnick leidet an einem Burnout-Syndrom. Der Fußballlehrer wird mehrere Monate ausfallen.
Ralf Rangnick leidet an einem Burnout-Syndrom. Der Fußballlehrer wird mehrere Monate ausfallen.
Gelsenkirchen. Ralf Rangnick ist am Donnerstag von seinem Amt als Trainer des FC Schalke 04 zurückgetreten. Der 53-jährige Fußball-Trainer leidet unter einem vegetativen Erschöpfungssyndrom (Burnout-Syndrom), das ihm nach eigenen Angaben eine Fortsetzung seiner Arbeit nicht möglich macht.
Die Entscheidung sei ihm sehr schwer gefallen, aber „mein derzeitiger Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen“,erklärte Rangnick.
Als Interimstrainer wird der bisherige Co-Trainer Seppo Eichkorn das Schalker Team zunächst beim Bundesliga-Heimspiel gegen Freiburg betreuen.
Aufsichtsratschef Tönnies lobt Rangnicks Offenheit
Manager Horst Heldt hatte von der Erkrankung Rangnicks erst tags zuvor erfahren. Die Nachfolger-Suche steht hinten an. „Wir müssen das erst einmal verdauen“, sagte Heldt.
Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies lobte die Offenheit Rangnicks. „Die Nachricht hat uns tief getroffen. Wir sind sehr froh und sehen es als Vertrauensbeweis an, dass Ralf Rangnick sich uns offenbart hat. Seine Gesundheit hat absolute Priorität“, sagte Tönnies. Am Donnerstag schlug Ralf Rangnick von seinen Kollegen in der Bundesliga eine große Welle der Unterstützung entgegen.
Kommentar
Das Vorbild Ralf Rangnick
Der Fußballtrainer Ralf Rangnick bekennt sich zu einem akuten Burnout-Syndrom. Und schon sind die Marktschreier wieder unterwegs, die den Fußball fortwährend als Speerspitze des Sozial-Darwinismus sehen. Als ein Biotop ohne Sensibilität. mehr

