In der ersten Runde scheiden seit 2002 im Schnitt fünf Favoriten aus.

Karlheinz Pflipsen und Alemannia Aachen fahren 2004 nach einem Sieg über Gladbach nach Berlin.
Karlheinz Pflipsen und Alemannia Aachen fahren 2004 nach einem Sieg über Gladbach nach Berlin.

Karlheinz Pflipsen und Alemannia Aachen fahren 2004 nach einem Sieg über Gladbach nach Berlin.

dpa

Karlheinz Pflipsen und Alemannia Aachen fahren 2004 nach einem Sieg über Gladbach nach Berlin.

Düsseldorf. Im vergangenen Jahr wurde in Leipzig, Heidenheim und Dresden gejubelt. Am Samstag versuchen sich der SV Falkensee-Finkenkrug und der FC Schönberg 95. Der DFB-Pokal birgt Jahr für Jahr Überraschungen.

Vergangene Spielzeit war für Wolfsburg, Bremen und Leverkusen gegen Regionalligist Leipzig, Drittligist Heidenheim und Zweitligist Dresden in der ersten Runde Endstation. Aus der jüngeren Pokal-Vergangenheit sind Erfolge des Drittligisten VfL Osnabrück über den Hamburger SV und Borussia Dortmund (2009/2010) gleichermaßen in Erinnerung geblieben wie der sensationelle 1:0-Erstrundenerfolg des TSV Vestenbergsgreuth im Jahr 1994 gegen Bayern München.

Hannover 96 gewann 1992 als Zweitligist das Pokalfinale

Statistisch gelang es seit 2002 im Schnitt 5,3 unterklassigen Mannschaften, in der ersten Runde einen höherklassigen Gegner auszuschalten. Wenn die „Kleinen“ groß aufspielen, dann kämpfen sie sich auch schon mal bis ins Endspiel vor. Zuletzt gelang dies 2011 dem Zweitligisten MSV Duisburg. Auch Alemannia Aachen (2004), Energie Cottbus (1997) und der VfL Wolfsburg (1995) wurden als Zweitligist erst im Berliner Olympiastadion von Bundesligisten gestoppt.

1992 konnte in Hannover 96 ein Zweitligist den „Pott“ nach Sieg im Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen. Ein Jahr später stand mit den Hertha-Amateuren ein Drittligist im Finale gegen Bayer Leverkusen. Union Berlin verlor 2001 als Drittligist gegen Schalke 04.

Mit der Bundesliga-Rückkehr ist Fortuna Düsseldorf in der ersten Runde des DFB-Pokals kein Außenseiter mehr. Für Trainer Norbert Meier zählt beim Drittligisten Wacker Burghausen am Sonntag (18.30 Uhr) „nur das Weiterkommen“. Meier warnt: „Die Drittligisten haben den Vorteil, dass sie schon seit einiger Zeit im Spielbetrieb sind.“
Vergangene Spielzeit unterlag die Fortuna im Achtelfinale Borussia Dortmund im Elfmeterschießen. Der Pokalsieger von 1979 und 1980 möchte nach nicht immer optimaler Vorbereitung mit einem Sieg Selbstvertrauen für den Liga-Start tanken. tke

Der fünfmalige Pokalsieger Schalke 04 muss in seinem Erstrundenspiel beim 1. FC Saarbrücken am Sonntag (16 Uhr) ohne die gesperrten Jermaine Jones und Klaas-Jan Huntelaar, sowie die verletzten Christoph Moritz, Chinedu Obasi und Christoph Metzelder antreten. Zudem sind Jefferson Farfán und José Manuel Jurado angeschlagen. In der Torhüter-Frage tendiert Trainer Huub Stevens wohl zu Timo Hildebrand (Foto). „Der Gegner ist gut organisiert und kann im Pokal über sich hinauswachsen. Es wird verdammt heiß“, warnte der Niederländer vor dem Drittligisten. Red

Mit der Vergangenheit wollte sich Max Eberl nicht lange aufhalten? Gute Erinnerungen an den jüngsten Pokalauftritt vor acht Jahren bei Alemannia Aachen hatte Gladbachs Sportdirektor nicht. 0:1 verloren. Im Halbfinale. „Den Rest habe ich verdrängt“, frotzelte Eberl. Heute (15.30 Uhr) folgt die Neuauflage und Trainer Lucien Favre (Foto) mahnt: „Es ist immer sehr schwierig gegen Drittligisten zu spielen.“ Im Oktober siegte Gladbach in Heidenheim erst im Elfmeterschießen. Und am Dienstag wartet Dynamo Kiew in der Champions League. Favre probt den ersten Ernstfall der Saison. ste

Seit 1996 erreichte Borussia Dortmund nur zwei Mal das Viertelfinale im Pokal. 2008 und 2012 ging es dann aber auch gleich ins Finale. Im Mai dieses Jahres siegte der BVB 5:2 gegen den FC Bayern. Heute (15.30 Uhr) geht es zum Regionallisten FC Oberneuland. „Es sind schon so viele Erstligisten rausgeflogen, weil sie geglaubt haben, in der ersten Runde könnte es gemütlich werden“, hebt Trainer Jürgen Klopp mahnend den Zeigefinger. Fraglich ist der Einsatz von Innenverteidiger Mats Hummels (Foto), der seit dem Länderspiel gegen Argentinien an einer Halswirbel-Blockade laboriert. tke

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