Gladbach hat Fortuna Düsseldorf verklagt. 50 000 Euro will die Borussia aus dem Ausleihvertrag von Tobias Levels.

Düsseldorfs Dani Schahin (l.) und Marc-André ter Stegen treffen am Samstag wieder aufeinander.
Düsseldorfs Dani Schahin (l.) und Marc-André ter Stegen treffen am Samstag wieder aufeinander.

Düsseldorfs Dani Schahin (l.) und Marc-André ter Stegen treffen am Samstag wieder aufeinander.

dpa

Düsseldorfs Dani Schahin (l.) und Marc-André ter Stegen treffen am Samstag wieder aufeinander.

Düsseldorf/Mönchengladbach. Tobias Levels wollte sich nicht auch noch damit auseinandersetzen. „Das beschäftigt mich null“, sagte der Düsseldorfer Rechtsverteidiger, stieg ins Auto und brauste davon. Training beendet, Fokus auf Gladbach, keine Zeit für Geplänkel. Könnte man meinen. Doch ist Levels, der im Derby am Samstag (15.30 Uhr) bei seinem Ex-Verein Borussia Mönchengladbach vermutlich die Düsseldorfer Reservebank zieren wird, Grund für einen Streit. Just vor dem brisanten Duell hat die Borussia den ungeliebten Nachbarn auf Zahlung von 50 000 Euro verklagt, die Fortuna im Zuge des Levels-Transfers zu wenig gezahlt haben soll.

Im April soll der Streit am Landgericht entschieden werden

„Wir haben zunächst auf das Geld verzichtet, weil Fortuna die Summe in der 2. Liga nicht leisten konnte und uns gebeten hat, die Zahlung zu strecken“, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag. 100 000 Euro hatte Fortuna im Sommer 2011 zunächst als Leihgebühr für Levels überwiesen, sollte 50 000 Euro nachlegen, wenn verlängert würde. Doch Fortuna kaufte Levels später. „Aus unserer Sicht ist diese Forderung auch mit dem Verkauf von Tobias nicht verfallen“, sagt Eberl. Im April wird das Landgericht Düsseldorf entscheiden, die Schärfe aber wird ins Derby getragen, für das bislang lediglich 48 600 Karten abgesetzt sind. „Wir haben gehofft, das Stadion voll zu bekommen“, sagt Eberl.

Während die Borussia das Wetter und die Rückgabe von 1000 Karten durch die Düsseldorfer als Grund anführt, sieht man das in Düsseldorf anders: „Wir haben rund 600 Tickets zurückgeschickt. Die Gladbacher verlangen einen ordentlichen Topzuschlag, das zahlt nicht jeder“, sagt Fortunas Pressesprecher Tom Koster. Tatsächlich verlangt Borussia zehn Euro mehr für einen Sitz- und fünf Euro mehr für einen Stehplatz. Zwischen 9 und 18.30 Uhr gilt am Samstag ein Glas-, Flaschen- und Dosenverbot rund um und im Stadion.

Spieler und Fans beschäftigen sich mit der Derby-Brisanz

Bei einem Spiel freilich, dem die Gastgeber gelassen entgegen sehen. „Gegen Düsseldorf zu spielen, ist nicht das Gleiche wie gegen Köln. Der FC ist klar unser Rivale, das waren immer besondere Spiele“, sagte Borussia-Torwart Marc- André ter Stegen. „Das wirklich große Derby ist gegen Köln“, findet Thorben Marx. Die Diskussionen, wer welches Derby wie brisant findet, setzen die Fans zahlreich und emotional in den Internetforen fort. Düsseldorfs Defensivspieler Adam Bodzek sieht es pragmatisch. „Köln spielt ja nicht in der ersten Liga. Solange müssen die Gladbacher mit uns Vorlieb nehmen.“

In dieser Saison konnte Borussia Mönchengladbach noch nicht gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen. Während das Hinspiel in Düsseldorf 0:0 endete, behielt der Erstliga-Aufsteiger in der zweiten Runde des DFB-Pokals die Oberhand. Durch ein Tor des aktuell verletzten und Ex-Gladbachers Nando Rafael gewann Düsseldorf mit 1:0 – schied später aber gegen Kickers Offenbach aus.

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