Beide Tore beim 2:1-Erfolg in Hamburg erzielt der Landsmann des neuen Trainers.

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Jubel in Hamburg: Torschütze Klaas-Jan Huntelaar, Christian Fuchs und Julian Draxler (v.l.).

Hamburg. Die Schalker Spieler wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Klaas-Jan Huntelaar wurde von allen seinen Mitspielern geherzt. Der Holländer hatte beide Treffer zum 2:1 des FC Schalke 04 beim Hamburger SV erzielt und die Schalker damit in die Spitzengruppe der Bundesliga befördert.

„Das ist natürlich schön, aber wir machen das alle zusammen“, sagte der zufriedene Huntelaar, der zum Glück für seine Kollegen eine hundertprozentige Chancenverwertung aufweisen konnte. Denn Trainer Huub Stevens hatte bei seiner Rückkehr zum Hamburger SV das ein oder andere graue Haar mehr bekommen können, weil die Schalker Spieler geradezu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen. Stevens hatte eineinhalb Jahre in Hamburg gearbeitet und war zuletzt erneut ein Trainer-Kandidat, ehe sich der HSV gegen ihn und Stevens für Schalke entschied.

Schalke unterstreicht seine Souveränität mit der Führung

Seine Mannschaft hatte die Begegnung in den ersten Minuten fest im Griff und unterstrich diese Souveränität mit dem Führungstreffer. Marco Höger flankte präzise auf Klaas-Jan Huntelaar, der mit dem Kopf ins lange Eck vollendete (13.).

Erst ein Ballverlust von Benedikt Höwedes, den Petric zum Ausgleich nutzte (38.), brachte den HSV zurück ins Spiel. Der Mangel an Balance zwischen den Mannschaftsteilen ist eines der größten Probleme, mit dem die Schalker derzeit zu kämpfen haben. Trotz aller schnell und häufig trickreich vorgetragener Angriffskunst gewährt die Mannschaft ihren Gegnern immer wieder offensive Momente. Und so dauerte es einige Minuten, bis die Schalker auch in der zweiten Hälfte das Geschehen wieder bestimmten. Die Hamburger spielten bis dahin zwar druckvoll, hatten aber lediglich eine Tormöglichkeit durch Petric. Die Schalker näherten sich dem Tor durch zwei Kopfballversuche von Raúl, ehe Klaas-Jan Huntelaar (73.) nach Flanke von Christian Fuchs den Treffer zum 2:1 erzielte.

Pfeifkonzert für den Schalker Trainer kurz vor Spielbeginn

Und so war es ein rundum gelungener Abend für die Schalker mit Ausnahme der Pfiffe gegen Stevens kurz vor Spielbeginn. Doch auch das Pfeifkonzert in der Arena konnte die gute Laune des Holländers nicht trüben. „Ich habe keine Pfiffe gehört, ich war zu konzentriert auf meine Mannschaft“, sagte Stevens, der nun mit zwei Siegen aus zwei Spielen beruhigt in die Länderspielpause gehen kann. Beim HSV soll im Auswärtsspiel in Freiburg der neue Cheftrainer auf der Bank sitzen.

Überragend – Gut: Petric


Durchschnittlich: Drobny, Westermann, Bruma, Aogo, Rincon, Tesche, Töre, Rajkovic, Lam

Enttäuschend: Guerrero

Überragend: Huntelaar

Gut Draxler, Höger

Durchschnittlich: Fährmann, Höwedes, Raúl, Holtby, Farfán, Jurado, Metzelder, Fuchs

Enttäuschend Papadopoulos

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