Christian Ahlmann tat der Sieg bei der Weltcup-Prüfung in Leipzig sichtlich gut. Foto: Hendrik Schmidt
Christian Ahlmann tat der Sieg bei der Weltcup-Prüfung in Leipzig sichtlich gut. Foto: Hendrik Schmidt

Christian Ahlmann tat der Sieg bei der Weltcup-Prüfung in Leipzig sichtlich gut. Foto: Hendrik Schmidt

dpa

Christian Ahlmann tat der Sieg bei der Weltcup-Prüfung in Leipzig sichtlich gut. Foto: Hendrik Schmidt

Leipzig (dpa) - Christian Ahlmann konnte nicht anders, als andauernd zu lächeln. Der Sieg bei der Weltcup-Prüfung in Leipzig tat dem Springreiter sichtlich gut. Der 38-Jährige schien mit sich wieder im Reinen.

Zu seinem Glück fehlte ihm in den Messehallen einzig sein kleiner Sohn Leon und die Freundin Judy-Ann Melchior. Da seine belgische Lebensgefährtin krank war, war sie mit dem Kind zu Hause in Marl geblieben. «Das ist schade», sagte Ahlmann.

Ansonsten darf er mit sich und seiner Welt derzeit zufrieden sein. Vor einem halben Jahr war das noch anders. Ahlmann stand in London bei Olympia ohnehin unter Beobachtung nach den Doping-Vorfällen vier Jahre zuvor in Hongkong. Dennoch war er als großer Hoffnungsträger nach England gereist. Doch er erlebte eine Doppel-Pleite. Im Einzel schied Ahlmann schon nach der ersten Runde aus, und auch mit dem Team erging es ihm nicht anders.

«Das ist nach wie vor nicht verdaut. Das kann man auch nicht verdauen. Das ist immer im Hinterkopf», gestand der gelernte Pferdewirt. Geholfen hat ihm sein privates Glück - der Sohn kam kurz vor Olympia auf die Welt - und sein gesamtes Umfeld. Er sei denen dankbar, «die mir die Stange gehalten haben und mich aus dem Loch gezogen haben».

Mit Erfolg: Dass ausgerechnet er als erster Deutscher in der Hallensaison eine Weltcup-Prüfung gewann, war kein Zufall. Seit Dezember führt Ahlmann die Weltrangliste an und schafft regelmäßig vordere Platzierungen. Er ist derzeit wie kaum ein anderer seiner deutschen Kollegen mit Weltklasse-Pferden ausgestattet.

Außer dem Hengst Taloubet, mit dem er am Sonntag zum dritten Mal nacheinander in Leipzig triumphierte, steht ihm noch sein Olympia-Pferd Codex One zur Verfügung. Er kann sich aussuchen, mit wem er für die EM im August im dänischen Herning plant. «Dieses Luxusproblem hat man nicht jedes Jahr», sagte Ahlmann. Möglich machen das unter anderem seine Freundin und deren Vater Leon Melchior, dem Taloubet gehört und zu dessen Gestüt Zangersheide in Belgien Ahlmann einen Tag pro Woche fährt.

Anders als sein Reiter wird der 13 Jahre alte Hengst Taloubet nun eine zweimonatige Sportpause machen. Beim Weltcup-Finale im April in Göteborg, für das Ahlmann bereits qualifiziert ist, soll Taloubet seinen Reiter wie schon 2011 in Leipzig zum Gesamtsieg tragen - damit Ahlmann noch mehr Grund zum Lächeln hat.

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