Christian Ahlmann hat auf Taloubet die Weltcup-Prüfung in Leipzig gewonnen. Foto: Hendrik Schmidt
Christian Ahlmann hat auf Taloubet die Weltcup-Prüfung in Leipzig gewonnen. Foto: Hendrik Schmidt

Christian Ahlmann hat auf Taloubet die Weltcup-Prüfung in Leipzig gewonnen. Foto: Hendrik Schmidt

dpa

Christian Ahlmann hat auf Taloubet die Weltcup-Prüfung in Leipzig gewonnen. Foto: Hendrik Schmidt

Leipzig (dpa) - Christian Ahlmann hat die Misserfolgsserie der deutschen Springreiter in dieser Weltcup-Saison beendet. Der 38-Jährige aus Marl gewann am Sonntag in Leipzig überlegen das Springen der bedeutendsten Hallenserie der Welt auf seinem Ausnahmepferd Taloubet.

Im Stechen setzte sich der Weltranglisten-Erste mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt in 36,45 Sekunden durch und verwies die ebenfalls fehlerfreien Denis Lynch aus Irland auf Abbervail (38,65 Sekunden) und Gerco Schröder aus den Niederlanden auf London (39,53) auf die Plätze zwei und drei. Für Ahlmann war es der vierte Weltcup-Sieg hintereinander in den Messe-Hallen, dreimal in Serie sogar mit Taloubet. 2011 holte sich das Paar sogar den Weltcup-Gesamtsieg in Leipzig. «Es ist gigantisch, wie sich Taloubet hier zeigt. Er fühlt sich einfach wohl hier», meinte Ahlmann.

Der mit 150 000 Euro dotierte Große Preis von Leipzig war die neunte von zwölf Qualifikationen für das Finale im April in Göteborg. Die ersten 18 der Westeuropaliga qualifizieren sich für die Endrunde. Mit dem ersten Erfolg eines deutschen Reiters in dieser Saison hat Ahlmann das Ticket nach Schweden so gut wie sicher. Er verbesserte sich auf Rang vier. Marcus Ehning aus Borken - in Leipzig 13. - ist Gesamt-Achter.

Im Stechen in Leipzig zeigten Ahlmann und sein 13 Jahre alter Hengst, dass mit ihnen auch in Göteborg zu rechnen ist. Unter dem Jubel der Zuschauer nahmen sie die engsten Wendungen, die kürzesten Wege und lagen am Ende über zwei Sekunden vor dem zweitplatzierten Lynch. «Der Stechparcours kam Taloubet entgegen», gestand Ahlmann.

Die anderen deutschen Springreiter hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Zweitbeste der heimischen Starter war Meredith Michaels-Beerbaum aus Thedinghausen. Die 43 Jahre alte Team-Weltmeisterin blieb auf Bella Donna im Normalumlauf ohne Abwurf, kassierte aber einen Fehlerpunkt wegen Zeitüberschreitung. Damit verpasste sie das Stechen und wurde Zwölfte. Ihr und den anderen Deutschen bleiben noch drei Turniere, um sich für das Finale im April in Göteborg zu qualifizieren.

Bis zum Weltcup-Springen hatten die Deutschen in Leipzig keinen Grund zum Jubeln. In allen bedeutenden Prüfungen hatten sie zuvor das Nachsehen. So ging das Championat von Leipzig am Samstag an den Schweizer Pius Schwizer auf Coolgirl. Einen Tag zuvor hatte die Französin Pénélope Leprevost auf Nice Stephanie die Qualifikation zur Weltcup-Wertungsprüfung für sich entschieden. Der Mannschafts-Europameister Marco Kutscher wurde mit Spartacus immerhin Zweiter.

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