Der Franzose Vincent Riou kollidierte mit einer Metallboje. Foto: Caroline Blumberg
Der Franzose Vincent Riou kollidierte mit einer Metallboje. Foto: Caroline Blumberg

Der Franzose Vincent Riou kollidierte mit einer Metallboje. Foto: Caroline Blumberg

dpa

Der Franzose Vincent Riou kollidierte mit einer Metallboje. Foto: Caroline Blumberg

Hamburg (dpa) - Die Vendée Globe wird ihrem Ruf als härteste Segelregatta um die Welt einmal mehr gerecht. Bei der am 10. November gestarteten siebten Auflage der Nonstop-Einhand-Weltumseglung sind nach rund einem Fünftel der insgesamt 24 050 Seemeilen bereits sieben der 20 Teilnehmer ausgeschieden.

Nun musste auch der französische Mitfavorit Vincent Riou frustriert aufgeben. Der Gewinner der fünften Auflage 2004/2005 war auf hoher See mit einer treibenden Metallboje kollidiert, die Rious Boot «PRB» stark beschädigt hatte. Trotz aller Bemühungen fand der 40 Jahre alte Segelstar keinen Weg, den einen Meter langen Riss im Rumpf und den kaputten Mast auf dem Weg ins eisige Südpolarmeer zu reparieren.

Mit Tränen in der Stimme gab Riou sein Aus bekannt: «Es war eine harte Entscheidung. Aber eine vernünftige. Ich bin schrecklich traurig», gestand er. «Ich war nicht schuld an der Kollision und die Schäden und fühle mich trotzdem schuldig.»

Riou zählt zu den beliebtesten Sportlern Frankreichs. Er sagte zum Abschied auf dem Weg nach Salvador de Bahia in Brasilien: «Der Süden wird dieses Jahr ganz anders sein. Die Messlatte liegt enorm hoch. Ich wäre dafür gestorben, dabei sein zu können.»

Für die letztlich erfolglosen Reparaturversuchen an Rumpf und Mast stand ihm zwar ein Experten-Team an Land via Satellitentelefon rund um die Uhr zur Verfügung. Das Reglement verbietet den Vendée-Globe-Startern aber jede direkte Hilfe von außen. Sie haben daher auch keine Möglichkeit, nach einem Notstopp und Reparaturen an Land wieder in das Rennen einzusteigen.

Der spanische Vendée-Globe-Skipper Javier «Bubi» Sansó sprach am Sonntag die Gedanken vieler Starter aus: «Was Vincent passiert ist, ist der Alptraum in den Gedanken aller Skipper. Da taucht etwas aus dem Nichts auf, wie ein Felsen auf einer Formel-1-Strecke. Du hast keine Kontrolle darüber. Ich bin in Gedanken an ihn sehr traurig.»

Die inzwischen auf 13 Starter dezimierte Flotte führte nach 15 Tagen der französische Mitfavorit Armel Le Cléa'h mit seiner «Banque Populaire» an. Die schnellsten der Open-60-Yachten werden Anfang Februar 2013 im Start- und Zielhafen Les Sables D'Olonne zurückerwartet.

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