Tora Berger siegte in Antholz in der Verfolgung. Foto: Andreas Gebert
Tora Berger siegte in Antholz in der Verfolgung. Foto: Andreas Gebert

Tora Berger siegte in Antholz in der Verfolgung. Foto: Andreas Gebert

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Tora Berger siegte in Antholz in der Verfolgung. Foto: Andreas Gebert

Antholz (dpa) - Biathletin Nadine Horchler hat sich selbst und alle anderen einmal mehr überrascht. Die Willingerin wiederholte im Verfolgungsrennen beim Weltcup in Antholz mit Platz fünf ihr Sprintergebnis vom Donnerstag. Sie egalisierte damit das bisher beste Ergebnis ihrer Biathlon-Laufbahn.

Die 26-Jährige durfte beim 22. Weltcup-Sieg der Norwegerin Tora Berger auf den letzten der zehn Kilometer sogar vom ersten Podestplatz ihre Karriere träumen, nachdem sie 19 ihrer 20 Schüsse ins Schwarze gesetzt hatte. «Ich war zwar kurzzeitig Dritte, aber das macht am Ende gar nichts. Platz fünf in diesem Feld zu halten, ist super», sagte die Willingerin, die am Ende 7,3 Sekunden Rückstand auf die Drittplatzierte Kaisa Mäkäräinen hatte.

Auch Damen-Coach Gerald Hönig zollte Horchler, die im Mai 2010 aus der Kaderförderung des deutschen Skiverbandes rausgeflogen war und für ihren Lebensunterhalt kellnern ging, Respekt: «Sie ist in der Form ihres Lebens, das kann man so sagen. Tolles Rennen von ihr, aber auch von der gesamten Mannschaft.»

Denn nach dem enttäuschenden Sprint am Donnerstag, in dem Miriam Gössner mit sieben Schießfehlern als 62. die Qualifikation für den Verfolger verpasst hatte, war die Stimmung im Keller. Doch am Samstag hellte sich die Miene von Hönig deutlich auf. Andrea Henkel (2 Fehler/+ 1:05,5 Minuten) verbesserte sich von Rang 25 auf Platz zwölf. «Dass ich auf der Schlussrunde überholt wurde, ist nicht so schön. Aber ich habe meine Startnummer mehr als halbiert und das war mein Ziel», meinte die achtmalige Weltmeisterin.

Franziska Hildebrand (1/+ 2:11,5) kämpfte sich auf Platz 19 vor und Maren Hammerschmidt (1/3:56,0) machte als 34. ebenfalls einen Sprung nach vorne. «Das sollte es uns leichter machen, den Sprint zu vergessen und optimistisch in Richtung WM zu schauen», sagte Hönig.

In der Staffel am Sonntag werden die vom DSV für die WM nominierten Hildebrand, Gössner, Horchler und Henkel laufen. Vor allem Gössner will sich mit einem positiven Erlebnis in Richtung WM (7. bis 17. Februar in Nove Mesto) verabschieden. «Am Ende kann ich nicht mehr machen, als drüber lachen. Es war nicht mein Tag. Ich bin mir sicher, dass es wieder funktionieren wird», sagte die 22-Jährige dem ZDF.

Berger baute durch ihren sechsten Saisonsieg vor Olena Pidgruschna aus der Ukraine und der Finnin Mäkäräinen die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung weiter aus. Sie liegt nun mit 661 Punkten klar in Führung.

Neue Gesamt-Dritte mit 472 Punkten ist Andrea Henkel, die Miriam Gössner um einen Zähler auf Rang vier verdrängte. Während Gössner die Qualifikation für den Verfolgungswettkampf durch Platz 62 im Sprint verpasst hatte, konnte sich die achtmalige Weltmeisterin Henkel von Rang 25 auf Platz zwölf verbessern. Franziska Hildebrand kämpfte sich auf Platz 19 vor.

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