Peter Liebers landete zum Auftakt nur auf Rang 16. Foto: Valdrin Xhemaj
Peter Liebers landete zum Auftakt nur auf Rang 16. Foto: Valdrin Xhemaj

Peter Liebers landete zum Auftakt nur auf Rang 16. Foto: Valdrin Xhemaj

dpa

Peter Liebers landete zum Auftakt nur auf Rang 16. Foto: Valdrin Xhemaj

Zagreb (dpa) - Peter Liebers klagte über sein Pech. Nach seinem enttäuschenden 16. Platz zum Auftakt der Eiskunstlauf-EM war der Berliner untröstlich.

«Ich habe richtig Pech gehabt, weil ich bei der abschließenden Kombination in ein Loch gelaufen bin», sagte er in Zagreb. Weil er strauchelte, konnte er an den nur zweifach gedrehten Lutz keinen Sprung mehr anhängen. Der vierfache Toeloop zu Beginn wurde vom Preisgericht nicht auf rückwärts gelandet gewertet. Zudem stützte er sich mit den Händen ab - das alles führte zum Punktabzug.

Danach war zwar der dreifache Axel vom Feinsten, aber ohne Kombination erhielt er nur 56,67 Zähler. «Verkriechen ist jetzt nicht das Richtige», sagte der Sportsoldat, «ich werde in der Kür wieder volles Risiko gehen und angreifen».

Dagegen erwischte der Franzose Florent Amodio eine Sternstunde. Mit 89,82 Punkten ging er nach einer Gala-Vorstellung im Dom Sportova von Zagreb knapp vor dem Spanier Javier Fernandez (88,80) in Führung. Vor der Kür am Samstag ist Brian Joubert (83,93) aus Frankreich Dritter.

Olympiasieger Jewgeni Pluschenko stürzte beim dreifachen Axel, den er normalerweise beherrscht, war nur Sechster und gab dann auf. Wegen seiner großen Rückenbeschwerden will sich der siebenmalige Europameister, der mittlerweile zehn Operationen über sich ergehen lassen musste, die Kür nicht mehr zumuten.

Der vom Publikum umjubelte Pluschenko sprang keinen vierfachen Toeloop und wackelte beim dreifachen Lutz. Der Axel ging dann ganz daneben. «Nein, da bin ich nicht zufrieden, der Axel war schlecht», sagte der Eislauf-Star, der sich kurz vor dem Einlaufen mit der Kufe auch noch an der Hand verletzt hatte. «Körperlich habe ich mich eigentlich ganz gut gefühlt», meinte der 30 Jahre alte St. Petersburger, der seit Monaten wegen Rückenschmerzen behandelt wird.

Mit 74,82 Punkten honorierte das Preisgericht nicht nur seine sportlichen Elemente, sondern erstaunlich hoch auch die künstlerische Darbietung. «Ich brauche Wettkampfpraxis, die nationalen Meisterschaften reichten mir nicht», sagte der Olympiasieger von 2006, der unbedingt bis Sotschi im nächsten Frühjahr durchhalten will. Titel Nummer acht bei der EM war nicht mehr in Reichweite, da gab der alte Kämpfer auf.

Fehlerfrei und wie aus einem Guss liefen Amodio und Fernandez, die beide wunderbare vierfache Salchows sprangen. «Ich war nervös», gab der Spanier lächelnd zu. Seine Schlittschuhe waren zu spät in Zagreb angekommen, so dass er nicht einmal in der Arena trainieren konnte. Besonders beeindruckt zeigte er sich von Pluschenko: «Ich war als kleiner Junge schon ein Fan von ihm. Ich finde es toll, wie er mit 30 immer noch läuft.»

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